Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte wird neu gestaltet
Der Landsitz des sächsischen Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald (1853-1932, Nobelpreis 1909) in Großbothen soll zu einem Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher aus Sachsen und darüber hinaus gestaltet werden.
25.11.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusEin entsprechendes Konzept hat jetzt die vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Juni 2005 eingesetzte Arbeitsgruppe vorgelegt. Im September hatte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Barbara Ludwig, anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel "Historische Stätten der Chemie" bekräftigt, "in einer konstruktiven Partnerschaft gemeinsam dafür Sorge zu tragen, das Andenken an Wilhelm Ostwald würdig zu bewahren".
Die Gedenkstätte soll im kommenden Jahr umfassend neu gestaltet werden. Start des Umbaus ist für das Frühjahr geplant. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird dafür zunächst 40.000 Euro bereitstellen, beim Bund sind weitere 40.000 Euro beantragt.
Neben der Umgestaltung der Wohn- und Arbeitsräume im Haus "Energie" ist die Neukonzeption einer Ausstellung im Haus "Werk" geplant. Sie soll in Leben und Werk Ostwalds einführen und das Wirken des Nobelpreisträgers in einen größeren wissenschaftlichen Zusammenhang stellen. Erarbeitet wurde das Konzept von Dr. Joachim Voigtmann, bisheriger Leiter der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, und Mitglied der Arbeitsgruppe.
Mit der Umgestaltung verbundene Umbauten und Umzüge sowie eventuelle bauliche Eingriffe werden den Besucherverkehr nur vorübergehend einschränken.
Die Arbeitsgruppe wird im kommenden Jahr an der Entwicklung eines tragfähigen Betreiberkonzeptes für die gesamte Liegenschaft arbeiten. Auch Landkreis und Kommune wollen sich daran beteiligen. Geplant ist, ein Konsortium einzurichten: Ihm könnten beispielsweise Universitäten und Fachhochschulen des Freistaates Sachsen sowie die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig angehören.
In der Arbeitsgruppe sind vertreten: die Universität Leipzig, die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, der Landkreis Muldental, die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e. V. zu Großbothen, Dr. Joachim Voigtmann, der Sächsische Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
Öffnungszeiten der Gedenkstätte: freitags und samstags 9-12 und 13-16 Uhr
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