Willems weist Kritik der PDS und des DGB an den schulischen Programmen zur Extremismusbekämpfung zurück

Staatssekretär Winfried Willems kritisierte heute die politische Schlagseite der PDS und des DGB in ihrer Fixierung auf rechtsextremistische Gefahren und bedauerte, dass die gemeinsamen Anstrengungen dadurch gefährdet würden.

10.03.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Zu einer wirksamen Bekämpfung des Extremismus in jeder Form gehöre vor allem, dass Familie, Schulen und Gesellschaft über die Grundlagen des freiheitlichen demokratischen Gemeinwesens und die Chancen der Mitwirkung in einem demokratischen Staat ausreichend informierten.

"Kinder und Jugendlichen müssen frühzeitig für Prinzipien wie gewaltfreie Konfliktlösung im Diskurs, Respekt vor der Meinung Andersdenkender Respektierung von Mehrheitsentscheidungen, Achtung von Minderheiten, Offenheit und Toleranz gewonnen werden," so Willems.

"Nur so werden sie gegenüber extremistischen Rattenfängern und böswilligen politischen Vereinfachern gefeit."

Auch der Besuch von Gedenkstätten könne zeigen, wohin Menschenverachtung, Intoleranz und die Missachtung der Würde Andersdenkender führten.

Dazu seien auch die Gedenkstätten "Roter Ochse", "Moritzplatz Magdeburg" u.a. wichtige Beispiele. Selbstverständlich leisteten Gedenkstätten wie die Gedenkstätte für die Opfer der "NS-Euthanasie" Bernburg wichtige Beiträge zur Auseinandersetzung mit der Nazi-Ideologie.

Willems betonte, dass die Lehrerinnen und Lehrer sehr wohl zwischen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und der SED-Diktatur zu unterscheiden wüssten und darum keine Belehrungen der PDS benötigen.

Zugleich würdigte der Staatssekretär ausdrücklich die vielfältigen Bemühungen an den Schulen des Landes zur Demokratieerziehung und dankte den engagierten Lehrkräften.


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