Wohnverbund fördert Integration von Menschen mit Behinderung

Ein Heim in der Altstadt, nur wenige Meter vom historischen Rathaus und dem Marktplatz entfernt: Mitten im Zentrum von Eisenach ist heute der Wohnverbund für Menschen mit Behinderung eingeweiht worden. Ziel des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit 800.000 Euro geförderten Projektes ist es, Menschen mit Behinderung stärker in das Leben der Gemeinde zu integrieren.

18.07.2006 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

"Mit dem Wohnverbund schaffen wir ein passgenaues Angebot zur Beteiligung und Mitwirkung von Menschen mit Behinderung", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, bei der Eröffnung. "Das ist wichtig, weil 6,7 Millionen Menschen in Deutschland schwer behindert sind. Der ganz überwiegende Teil dieser Menschen möchte in der vertrauten und selbst eingerichteten Wohnung leben können. Wohnmöglichkeiten für betreuungsbedürftige Menschen, die in das Stadtviertel integriert sind, werden daher immer wichtiger und beliebter. Diese Heime müssen möglichst wie normale Wohnhäuser gestaltet sein - ohne Barrieren und mitten im Leben. Der Eisenacher Wohnverbund leistet hier einen mustergültigen Beitrag und ist ein Vorbild für andere Projekte."

Der Wohnverbund besteht aus einem Heim mit 24 Einzelappartements, wodurch ein Höchstmaß an Privatsphäre und persönlicher Lebensgestaltung ermöglicht wird. Hinzu kommen 36 Plätze in vier separat gelegenen Außenwohngruppen in Wohnungen im Zentrum von Eisenach. Die im Erdgeschoss des Heims gelegene Zentrale organisiert die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner des Heims sowie der Außenwohngruppen. Diese sind vom Heim aus in höchstens 15 Minuten zu Fuß zu erreichen, wodurch unkomplizierte und schnelle Unterstützung und Hilfe garantiert ist. Träger des Projektes ist die Diakonie Eisenach.

Ein Kriterium für die Auswahl dieses Modellprojekts war für das Bundesseniorenministerium auch der behutsame Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Das Projekt ist überwiegend durch die Modernisierung und Sanierung von zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden entstanden.

Weitere Informationen im Internet unter: www.baumodelle-bmfsfj.de und www.diakonie-verbund.de.


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