Wolff weiß bei Verkürzung der gymnasialen Schulzeit die Mehrheit der Eltern hinter sich

Kultusministerin Karin Wolff hat die Ablehnung des Landeselternbeirates (LEB) zu den Lehrplänen des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs mit Bedauern zur Kenntnis genommen.

09.12.2004 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Wir hatten die Änderungswünsche des Landeselternbeirates in die Lehrpläne aufgenommen, und die Ausschüsse des LEB hatten dem zugestimmt. Es ist befremdlich, dass der LEB nun anders stimmt als seine Ausschüsse", erklärte Wolff heute in Wiesbaden. Sie will nun versuchen, in konstruktiven Gesprächen einen anderen Beschluss des LEB zu erreichen.

Wolff kann die Haltung des LEB nicht nachvollziehen. Hessen habe den Weg zum Abitur nach 12 Jahren seit 1999 behutsam und umsichtig vorbereitet. Umfragen belegten, dass zwei Drittel der Eltern hinter dem Modell stehen. Die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit liege im Interesse der Kinder und Jugendlichen. Die Zeit für Schule, Ausbildung und Studium in Deutschland sei zu lang. "Deshalb werden wir gerade mit Blick auf die anderen europäischen Länder, in denen die Kinder und Jugendlichen wesentlich schneller die Schule durchlaufen und dadurch bessere Berufschancen haben, die Schulzeit bis zum Abitur verkürzen", so Wolff. Nahezu alle Bundesländer haben eine solche Schulzeitverkürzung inzwischen eingeleitet oder beschlossen.

Entgegen der Kritik sei auch die Anschlussfähigkeit der Bildungsgänge gewährleistet. "Der Weg zum Abitur nach neun Jahren steht weiterhin offen: Wer mit guten Leistungen von der Realschule oder der integrierten Gesamtschule abgeht, der kann auch in Zukunft in die dreijährige gymnasiale Oberstufe wechseln", so Wolff.


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