Zum Rücktritt der Sozialsenatorin Karin Röpke

Die erschütternden Unterlassungen seitens des Amtes im tragischen Fall des kleinen Kevin und die daraus folgende Konsequenz des Rücktritts der Senatorin Karin Röpke sind nicht nur auf Fehler und Fehleinschätzungen einzelner MitarbeiterInnen zurückzuführen. Sie sind zynischster Ausdruck einer zutiefst unsozialen Politik der großen Koalition.

12.10.2006 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

Privatisierung, Kürzungen und Budgetierung gerade in der Sozial und Gesundheitspolitik verschärfen die Lage derer, die auf Hilfe angewiesen sind wie auch derjenigen, die helfen sollen und wollen, erklären die Landesvorstandssprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Christian Gloede-Noweck und Bernd Winkelmann. "Der gesamte Senat trägt für diese Politik die Verantwortung!" Insofern sei Karin Röpke ein Bauernopfer. Es mag kurzfristig aufgewühlte Emotionen befriedigen, wenn weiterer Köpfe rollen. Doch gerade bei dieser ungeheuren Armutsquote bei Kindern und Jugendlichen, wie Bremen sie aufweise, gäbe es keine Alternative zum Ausbau sozial-, gesundheits- und bildungspolitischer Leistungen, um endlich den Teufelskreis von Verarmung, Verdummung und sozialer Entrechtung zu stoppen, betont die GEW.

Bernd Winkelmann, Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher

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GEW Bremen

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