Bayern

Ausbildung in Teilzeit – mehr Möglichkeiten für angehende Erzieherinnen und Erzieher

Für alle, die sich zur Erzieherin oder zum Erzieher ausbilden lassen wollen, aber keine Zeit für eine Ausbildung in Vollzeit haben, gibt es jetzt gute Nachrichten! Das Angebot an Teilzeit-Ausbildung in Bayern wächst weiter. Vier Fachakademien in Rottenbuch, Regensburg, Mühldorf und München bieten jetzt ebenfalls Unterricht in den Abendstunden und am Wochenende an. In München, Nürnberg und Konradsreuth-Ahornberg im Landkreis Hof werden schon seit einiger Zeit Erzieherinnen und Erzieher in Teilzeit ausgebildet.

11.11.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Nutzen können dies zum Beispiel Berufstätige, die bereits als Kinderpflegerinnen oder Kinderpfleger arbeiten oder gearbeitet haben. Aber auch Bewerberinnen, die sich zusätzlich um eigene Kinder kümmern, wenn sie die entsprechende berufliche Vorbildung mitbringen.

Die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher dauert in der Vollzeitform meist drei Jahre und zeichnet sich durch eine enge Theorie-Praxis-Verzahnung aus. In den zwei Studienjahren wird das theoretische Rüstzeug für den Beruf an der Fachakademie vermittelt – etwa über die wissenschaftlichen Grundlagen von Bildung, Erziehung und Betreuung, über Entwicklungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen oder über Gruppenprozesse. Bereits hier finden Praxiseinsätze statt. Daran schließt sich als letzter Abschnitt der Ausbildung das von der Fachakademie angeleitete Berufspraktikum an – entweder ein Jahr in Vollzeit oder zwei Jahre in Teilzeit.

Bei den neuen Angeboten werden diese Studienjahre nun in Teilzeit absolviert – Studiendauer ist entweder zwei Jahre (mit Aufnahmeprüfung über die Inhalte des ersten Studienjahres) wie bei der Fachakademie Rottenbuch und Nürnberg, oder drei bzw. vier Jahre ohne Aufnahmeprüfung bei den anderen Fachakademien.

Das einjährige Berufspraktikum kann auf Antrag auf ein halbes Jahr verkürzt werden. Dann müssen die Bewerberinnen aber schon mindestens drei Jahre im sozialpädagogischen Feld gearbeitet haben. Diese hauptberufliche Tätigkeit – meist als Kinderpflegerin – muss nachgewiesen werden. Wer an der meist dreijährigen Teilzeitausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher teilnehmen möchte, der muss seien Arbeitszeit allerdings etwas reduzieren, um Zeit für die Ausbildung zu haben. Nur noch zwei Drittel der regulären wöchentlichen Arbeitszeit des öffentlichen Dienstes sind erlaubt.

Diese Fachakademien haben die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung zum Schuljahr 2010/11 neu geschaffen:

  • Fachakademie für Sozialpädagogik Rottenbuch der Regens-Wagner Stiftung Erlkam

  • Kirchliche Fachakademie für Sozialpädagogik Regensburg

  • Fachakademie für Sozialpädagogik des Diakonischen Werks Traunstein in Mühldorf

  • Fachakademie für Sozialpädagogik der Arbeiterwohlfahrt in München und Oberbayern

Diese Fachakademien bieten eine Teilzeit-Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bereits seit längerem an:

  • Fachakademie für Sozialpädagogik der Landeshauptstadt München

  • Fachakademie für Sozialpädagogik der Stadt Nürnberg

  • Fachakademie für Sozialpädagogik Ahornberg des Landkreises Hof (nächste Aufnahme zum Schuljahr 2012/13)

Ausführliche Informationen sind bei den genannten Schulen zu erhalten. Die Adressen sind auf der Homepage des Kultusministeriums www.km.bayern.de/km/asps/schulliste_fak.asp abrufbar.


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