Die Lehrerversorgung im neuen Schuljahr ist gesichert – hoher Stellenwert der Pflichtschulen

Die Lehrerversorgung im neuen Schuljahr ist – entgegen der der Pressemitteilung des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes - gesichert. Die Einschätzung, die Pflichtschulen müssten zu Ungunsten der weiterführenden Schulen Einschnitte hinnehmen, ist nicht richtig.

09.09.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

So wird das Angebot der Förderschulen und auch der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste konsequent weiter ausgebaut. Dies führt beispielsweise zur Stärkung der Kooperation zwischen Förderschule und Kindergarten bei der Prävention von Sprach- und Entwicklungsstörungen. Außerdem erreichen die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste im kommenden Schuljahr über 1.600 Schülerinnen und Schüler mehr als bisher.

Auch die Lehrerversorgung der Grundschulen ist gesichert. Das Budgetierungsverfahren, das die Lehrerzuweisung nun auch für die Grund- und Hauptschulen regelt, führt nicht zur Kürzung von Lehrerstellen. Wie bisher auch wird der Lehrerbedarf von den Schulämtern nach den individuellen Erfordernissen jeder einzelnen Schule festgelegt. Dabei spielen zum Beispiel die jeweiligen Jahrgangsstufen ebenso eine Rolle wie die Klassenstärken oder die besondere Erziehungssituation.

Dannhäuser spricht in der Pressmitteilung erneut vom angeblichen "Exodus der Hauptschule". Auch das ist nicht richtig. Im Gegenteil - die Hauptschule wird konsequent gefördert, indem sie zunehmend zur Angebotsschule ausgebaut wird. Der weitere Ausbau des Mittleren-Reife-Zuges und der Praxisklassen, die Einführung eines neuen Lehrplans, aber auch ein wegweisendes Projekt wie die FOKUS-Hauptschulen in Nürnberg zeigen die Bedeutung, die der Hauptschule beigemessen wird. Die Tatsache, dass knapp 40% der bayerischen Schülerinnen und Schüler die achte Jahrgangsstufe der Hauptschule besuchen, zeigt, dass die Hauptschule auch weiterhin ihren Namen verdient.


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