„Erzieherinnen und Lehrerinnen unter einem Dach“

(bikl) „Bildungshäuser“ für Kinder von drei bis zehn Jahren hält Bildungsministerin Annette Schavan für den „interessantesten Schritt zur Weiterentwicklung des Bildungssystems.“ In einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung von heute erklärte die Ministerin, bei zurückgehenden Schülerzahlen und der wissenschaftlich nachgewiesenen besonderen Lernbereitschaft der Kinder zwischen drei und sechs Jahren werde eine frühe Förderung auch später zu besseren Schulerfolgen führen.

29.03.2006 Artikel
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Der wirksamste Weg die Zahl der jährlich 80000 abschlusslosen Hauptschulabgänger zu reduzieren sei die „Ausweitung der frühkindlichen Erziehung“. Auch die zurückgehende Kinderzahl lege eine „engere Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule“ in Form von Bildungshäusern nahe, denn so könne man auch im ländlichen Raum ein ortsnahes Angebot sichern. Auf die Frage nach Bedenken der Kultusminister der Länder meinte Schavan, sie rechne schon in den nächsten fünf Jahren mit der Einrichtung dieser Häuser und "Bildungspolitik ist auch zentrale Strukturpolitik."

Weiter sagte Schavan, in der Lehrersausbildung dürfe nicht „klein geschrieben“ werden, was im künftigen Arbeitsplatz Alltag bedeute. Sie fordere deshalb für „die Lehrerbildung in unserem Hochschulsystem einen eigenen Ort“. Das sei allerdings nicht als Bekenntnis zur „PH alten Stils“ zu verstehen.


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