Familienzentren-Stopp in NRW stoppt Kinder und Familien
08.07.2011 Artikel
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Der Ausbaustopp des Landes hat zu Protesten in Einrichtungen und von Städten geführt. (Über die Maßnahme der Landesregierung wurde in einem Meldung am 5.7. berichteit) Auf die Bewertung der Situation in verschiedenen Städten und durch den Vorsitzenden des VBE wird u.a. in den beigefügten Beiträgen und dem Kommentar der Westfälischen Rundschau von Tage (8.7.) eingegangen.
Anmerkungen:
Wer Familienzentren stoppt - stoppt Kinder und Familien!
Jedes Kind und alle Familien haben einen Anspruch auf bestmögliche Förderung. Insofern müssten auch alle 9.600 Tageseinrichtungen in NRW, so wie es auch das Bundesrecht vorsieht (§ 22a SGB VIII), in den Stand gesetzt werden, umfangreich tätig zu werden. War schon das Ausbauprogramm für bis zu 3.000 Einrichtung bis 2012 unzulänglich, so ist der jetzt vorgesehene Ausbaustopp eine Ohrfeige für alle Beteiligten, die sich bemühen, den Anforderungen von Kindern und Eltern besser gerecht zu werden.
Der Ausbau zu Familienzentren ist übrigens keine Erfindung von Herrn Laschet. Bereits im Jahr 2000 hatte die damalige rot-grüne Landesregierung die Weiterentwicklung zu Häusern für Kinder und Familien angestoßen. Neu bei der schwarz-gelben Regierung war dann, dass sie nach Kürzungen bei Kitas (alleine durch Abschaffung von freigestellten Leitungen etwa 25.000 Euro pro Gruppe) eine Zusatzförderung von 12.000 für Familienzentren in Aussicht stellte. Um zumindest diesen Ausgleich zu erhalten, haben sich viele Einrichtungen dem eigentlich überflüssigen Zertifizierungsverfahren unterzogen, mit dem auch noch Einrichtungen der ersten und zweiten Klasse geschaffen wurden.
Leider scheinen dem Kommentator der WR die Zusammenhänge nicht präsent gewesen zu sein, so dass er m.E. zu völlig unzutreffenden Einschätzungen kommt. Kinder brauchen im Kindergarten keinen Hochdruckreiniger, sondern so viel behutsame Wässerung, auch mit der Gießkanne, damit jedes Kind gut "wachsen" kann.
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