Frühe Weichenstellung: Wie Frühpädagogik Gewalt und Fremdfeindlichkeit vorbeugen kann

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass fast alle fremdenfeindlichen Gewalttäter schon in ihrer Kindheit aggressiver als andere Kinder waren. Das Buch Vertragen oder schlagen? (Cornelsen Scriptor) von Klaus Wahl setzt sich mit der Frage auseinander, wie es gelingen kann, Ansätzen von Fremdenfeindlichkeit und Gewalttätigkeit frühzeitig vorzubeugen.

30.08.2007 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Auf der Grundlage von Untersuchungen zur Lebensgeschichte inhaftierter, vor allem rechtsextremer Gewalttäter zeigt Klaus Wahl Faktoren in der Kindheit auf, die zur Entstehung von Aggressivität beigetragen haben: Die Berichte der Jugendlichen reichen in ihrer Bandbreite von Erfahrungen wie Scheidung der Eltern oder Gewalt in der Familie bis hin zu scheinbar "normalen" Erlebnissen, die erst bei näherem Betrachten auf ein auffälliges Verhalten hinweisen. Hätten Eltern, hätten Erzieherinnen und Lehrkräfte die Weichen dieser Lebensgeschichten anders stellen können? Anhand der aufgeführten Beispiele zeigt der Autor Möglichkeiten für ein frühes pädagogisches Umsteuern auf. Gleichzeitig gibt das Buch Aufschluss über aktuelle Forschungsergebnisse zur Entstehung von Aggression und Toleranz.

Ausführlich erläutert Klaus Wahl die Chancen und Gefahren der Kindererziehung in Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule. Leserinnen und Leser erfahren, welche Bedingungen für die Entwicklung von Offenheit, Toleranz und Friedlichkeit notwendig sind, aber auch wo mögliche Ursachen für spätere Aggression liegen können. Abschließende Anregungen für Eltern wie Pädagogen zeigen, wie die pädagogische Arbeit zur Förderung der Entwicklung von Toleranz beziehungsweise zur Vorbeugung von aggressivem Verhalten und Fremdenfeindlichkeit beitragen kann.

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Cornelsen Verlag GmbH
Irina Groh
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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