Härtel: Bibliothekstage waren Werbung fürs Lesen und für Büchereien
Eine positive Bilanz der am Sonntag zu Ende gehenden Bibliothekstage zog Kultur-Staatssekretär Roland Härtel bei der Abschlussveranstaltung im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, Pfälzische Landesbibliothek in Speyer. 400 Veranstaltungen in 200 Bibliotheken in ganz Rheinland-Pfalz hätten gezeigt, dass Bibliothekstage "Zuhörertage, Mitmachertage und Bibliothekarstage" seien, sagte Härtel.
02.10.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)Nicht die einzelne Veranstaltung als Event, sonder das fast flächendeckende Gesamtprogramm und die Bandbreite der bewusst bunt und vielfältig gewählten Aktionen seien das Programm dieser Tage gewesen. "Das zu verwirklichen ist uns offensichtlich gelungen", freute sich der Staatssekretär.
Sein Dank dafür galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesbibliothekszentrums, die gemeinsam mit dem Landesverband des Deutschen Bibliotheksverbandes, den Büchereileiterinnen und -leitern sowie den kirchlichen Büchereifachstellen diese erfolgreiche Veranstaltungsreihe konzipiert und durchgeführt hätten.
In vielen Fällen habe die Raumkapazität der Büchereien nicht ausgereicht. "Wenn ich höre, dass noch weit mehr Büchereien zur Teilnahme an den Bibliothekstagen hätten bewegt werden können, wenn die Raumverhältnisse der Büchereien besser wären, sollte dies die Ohren der kommunalen Träger klingeln lassen", sagte Härtel. Besonders erfreulich sei der große Zuspruch bei den Kinderveranstaltungen. Ganze Kindergartengruppen und Schulklassen hätten die für diese Zielgruppe organisierten Veranstaltungen gestürmt.
Dass die Bibliothekstage auch zur Selbstdarstellung der Bibliotheken und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienten, sei einleuchtend. "Mehr denn je muss man für den Erwerb von Bildung Werbung machen, andere tun dies für bildungsferne Vergnügungen auch", urteilte der Kultur-Staatssekretär.
Er wies darauf hin, dass Bibliotheken einem Wandel wie nie zuvor unterworfen seien. Ihnen wachse eine Fülle neuer Aufgaben zu, ohne dass die bisherigen überflüssig würden. Auf dieses veränderte Anforderungsprofil habe das Land mit der Gründung des Landesbibliothekszentrum reagiert. In diesem sind seit dem 1. September dieses Jahres die Pfälzische Landesbibliothek in Speyer, die Rheinische Landesbibliothek in Koblenz, die Bibliotheca Bipontina in Zweibrücken, die Landesbüchereistelle Rheinland-Pfalz in Koblenz und die Staatliche Büchereistelle Rheinhessen-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße vereinigt.
"Die Zusammenführung der Einrichtungen schafft eine zukunftsfähige Struktur, die auf dem Weg zur entstehenden Wissensgesellschaft den Zugang zu den weltweiten Informationsangeboten erleichtert und ihnen unter Nutzung der modernen Informationstechnologien die Dienstleistungen der einzelnen Einrichtungen gebündelt anbietet", erläuterte Härtel.
Nach der Umstrukturierung könne das Land mehr neue Bücher und andere Medien anschaffen. Spürbar intensiviert werde auch das Angebot an landesweiten Serviceleistungen, zum Beispiel Leseförderungen oder Schulungen im Umgang mit elektronischen Medien.
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