KiBiz-Revision: CDU sieht Vorrang in der Betreuungsqualität
26.05.2011 Artikel
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Für die CDU-Fraktion haben bei einem Pressegespräch am 24.5.11 die stellv. Fraktionsvorsitzende, Ursula Doppmeier, und der familienpolitische Sprecher, Bernhard Tenhumberg, deutlich gemacht, dass dem Elementarbereich hohe Bedeutung beigemessen wird und vor allem der Betreuungsqualität Vorrang eingeräumt wird.
Anmerkungen:
Ausweislich des Sprechzettels setzten sie sich mit dem Förderungsbedarf von Kindern auseinander, verwiesen darauf, dass es nicht nur darauf ankommt, ausreichend viele, sondern auch qualitativ gut ausgestattete Angebote zur Verfügung zu haben, damit sich auch für Kinder aus Familien mit einem geringen Bildungsabschluss die Bildungschancen erhöhen. So verdiene jedes Kind "eine faire Chance auf Bildung und Aufstieg".
Auch wenn die Hinweise auf die Nutzungsquoten aus den verschieden Gesellschaftsschichten nicht zutreffend dargestellt ist, so können die angesprochenen Perspektiven durchaus unterstützt werden.
Die schließlich vorgeschlagenen Maßnahmen sind als Billiglösungen anzusehen, die scheinbar dem politischen Ziel geschuldet sind, dass sich die CDU gegen zusätzliche Investitionen und Schuldenaufnahmen ausgesprochen hat. Wenn jedoch das bundesweit im Bildungsgipfel genannte Ziel erreicht werden soll, dass 10 % des Bruttoinlandsproduktes für Bildung ausgegeben werden soll, muss auch mehr in den Elementarbereich investiert werden oder tatsächliche Umschichtungen zugunsten des Elementarbereichs erfolgen. Zudem schlägt bei der beschriebenen Aufgabenstellung (Bildung und Betreuung vereinen zu wollen) das auch schon im Kinderbildungsgesetz für den Elementarbereich unzutreffende Bildungsverständnis durch, zumal immer noch nicht berücksichtigt wird, dass Bildung, Erziehung und Betreuung als untrennbare Bestandteile des umfassend und als Förderungsauftrag auch im SGB VIII beschrieben werden.
Insofern gehen, trotz des durchaus begrüßenswerten Einstiegs, die vorgeschlagenen Ansätze aus der CDU-Fraktion an der Realität vorbei!
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