KiBiz-Revision: Notmaßnahmen reichen nicht - Praxis geht auf Distanz
25.05.2011 Artikel
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Die vorgesehenen ersten Notmaßnahmen zur Korrektur des Kinderbildungsgesetzes reichen nicht aus, um die Bedingungen deutlich zu verbessern. Das KiBiz werde zwar besser, aber nicht gut. Diese Einschätzungen werden in Berichten über die am 23.5. mit der jugendpolitischen Sprecherin der Grünen in Schwerte und die Veranstaltung der SPD mit dem Staatssekretär Prof. Schäfer in Kamen deutlich. "Sind wir Statistischer oder Erzieher?", lautete die Frage eines Leiters einer Tageseinrichtung. Auch wenn "gute Ansätze ... sicherlich vorhanden (sind)", so sei "der Zugewinn für die pädagogische Arbeit ... aber kaum erkennbar."
Anmerkungen:
Die unzureichenden Verbesserungen in der personellen Besetzung der Tageseinrichtungen, die mit den Sonder-Progrämmchen (U3-Pauschale und Berufspraktikantinnen-Förderung) reichen nicht aus, um die notwendigen Verbesserungen zur erreichen, zumal die Unzulänglichkeiten "in der Personaldecke" hinlänglich bekannt sind.
Der in Kamen mit Beifall bedachten Forderung, die Kopfpauschal-Regelung aufzugeben, scheint Prof. Schäfer mit der eindeutigen Aussage entgegen getreten zu sein, dass "grundlegende Finanzierungsstrukturen bleiben".
Angesichts des durch den Landtag erteilten Prüfungsauftrag, vor allem auch das Finanzierungssystem zu evaluieren und damit zu überprüfen, ob mit dem System der Kindpauschalen vor allem die individuelle Förderung von Kindern erreicht werden kann, und der angekündigten grundlegenderen Überarbeitung in der 2. Stufe der Revision, würde dies eine Vorfestlegung bedeuten, die darauf hindeutet, dass eine "richtige" Evaluation durch das Ministerium gar nicht vorgesehen ist.
Falls dies zutrifft, wären die Hinweise im Hinblick auf grundlegende Verbesserungen im Rahmen der 2. Stufe der Revision vor allem nur beruhigende Vertröstungen, nach denen keine grundlegenden Verbesserungen zu erwarten sind.
Weiterführende Links
- Bericht WE KiBiz in Kamen
- Bericht WE KiBiz in Schwerte
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