KiBiz-Revision: Personalschlüssel und Qualität
29.05.2011 Artikel
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Der personellen Besetzung in Tageseinrichtungen kommt eine Schlüsselstellung zu. Die Bedingungen in NRW sind längst nicht auskömmlich und werden durch das "Trostpflaster" der U3-Pauschale nicht so verbessert, dass auch nur ein Teil der Verschlechterungen der Vergangenheit kompensiert würde. Daher müssten jetzt wesentlich weitergehende Verbesserungen erfolgen. Entsprechende Forderungen können nicht damit "abgewimmelt" werden, dass unter Hinweis auf die Feststellungen des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2010 festgestellt wurde, dass NRW im Mittelfeld liege. Eine daraus folgende Bescheidenheit hilft den Kindern nicht, die zur Förderung ihrer individuellen Entwicklung heute bessere Bedingungen benötigen. Wenn die Landesregierung jetzt nicht dafür Sorge trägt, dass die Kinder die besten Bedingungen erhalten, ist sie auch mit dafür verantwortlich, dass Chancenungleichheiten fortgeschrieben werden und so u.U. auch das Kindeswohl gefährdet wird.
Eine aktuelle Ausarbeitung befasst sich mit diesen Aspekten:
"Der Personalschlüssel als Indikator für die Strukturqualität in Tageseinrichtungen oder: Sind die Rahmenbedingungen für die Förderung der Entwicklung von Kindern nach dem Kinderbildungsgesetz "noch zu retten"?
Aus der Einleitung: "Dem Personalschlüssel kommt nach dem so genannten "eisernen Dreieck der Strukturqualität" neben der Gruppengröße und der Qualifikation der Beschäftigten in Tageseinrichtungen eine zentrale Bedeutung zu.
Die Situation in NRW ist völlig unzulänglich. Darüber können auch nicht die Daten des Statistischen Bundesamtes hinwegtäuschen, die evtl. als eine "Beruhigung" angesehen werden können. Es sind, und dies als das zentrale Ergebnis der Evaluation, die Rahmenbedingungen, vor allem die Fachkraft-Kind-Relation, zu verbessern, damit in NRW nicht nur eine besser Qualität erreicht werden kann, sondern auch die Kinder bereits heute angemessen begleitet werden können.
Auch wenn immer wieder auf die Angaben des Statistischen Bundesamtes Bezug genommen wird so sind diese Angaben kaum für eine Betrachtung der tatsächlichen Verhältnisse geeignet."
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