Kommunen und Landesregierung unterstützen regionale Bildungspartnerschaften - Kooperationen wichtig für gutes Bildungsangebot vor Ort

Im Kieler Haus des Sports sind heute (2. April) Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreter der Kommunalpolitik und -verwaltung, der Jugendhilfe, Schulleiter und Schulleiterinnen, schulische Kooperationspartner und weitere Interessierte zusammengekommen, um sich über die Entwicklung regionaler Bildungspartnerschaften zu informieren und neue Impulse für die Praxis zu diskutieren. Nach der Auftaktveranstaltung im letzten Jahr hatten dazu erneut das Bildungsministerium und das Sozialministerium, die Serviceagentur "Ganztägig lernen", der Städteverband Schleswig-Holstein, der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag und der Landkreistag eingeladen.

03.04.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Die Zusammenarbeit mit Partnern im regionalen Umfeld ist eine zentrale Voraussetzung für zeitgemäße Schule. Bildungspartnerschaften bieten die Möglichkeit, trotz des demografischen Wandels auch künftig flächendeckend gute und vielfältige Bildungsangebote zu verwirklichen", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave. "Deshalb wollen wir das Denken und Handeln in Bildungsregionen befördern. Das sollte alle Bildungsangebote vor Ort einschließen, von der frühkindlichen Bildung bis hin zur beruflichen Bildung, zur Weiterbildung und zu den Hochschulen." In vielen Kommunen arbeiteten die unterschiedlichen Akteure (zum Beispiel Schulen, Kindertagesstätten, Jugendhilfe, Volkshochschulen) bereits erfolgreich zusammen. Dabei seien vor allem die Ganztagsschulen wichtige Impulsgeber. Für deren Ausbau stelle das Land erhebliche Haushaltsmittel und zusätzliche Stellen bereit.

"Lokale Bildungspartnerschaften sind eine große Chance für alle Beteiligten, in gemeinsamer Verantwortung eine zukunftsweisende Bildungs-, Familien- und Sozialpolitik zu gestalten, die allen Kindern und Jugendlichen zugute kommt", sagte Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht. "Bildungsprozesse vollziehen sich vor Ort, im lokalen Raum, hier ist die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, hier gehen sie zur Schule und erfahren soziales Miteinander." Eine erfolgreiche Förderung aller Entwicklungs- und Bildungsmöglichkeiten junger Menschen könne nur gelingen, wenn soziales und schulisches Lernen einhergingen und alle für Bildung und Erziehung Verantwortlichen inklusive der Eltern in Vernetzungsstrukturen eingebunden würden, so die Ministerin weiter.

Jochen von Allwörden, Geschäftsführer des Städteverbandes Schleswig-Holstein, erklärte für die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Landesverbände: "Eine zeitgemäße Bildungsinfrastruktur hat eine entscheidende Bedeutung für die individuelle Zukunft der Einwohnerinnen und Einwohner sowie für die Konkurrenzfähigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten einer Region. Dafür müssen die jeweiligen Akteure in den Städten, Gemeinden und Kreisen an einem Strang ziehen und die Ressourcen vor Ort gebündelt sowie klug, effektiv und ökonomisch eingesetzt werden. Regionale Bildungspartnerschaften sind ein Instrument der Kooperation, das die Lebenszusammenhänge der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen einer Region erfasst. Sie können damit zu einem wichtigen Standortfaktor für die Kommunen werden."


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