Traumjob Erzieherin? – Bildung ist MehrWert!

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat für Mittwoch (06.05.) Warnstreiks in baden-württembergischen Kindertageseinrichtungen angekündigt. "Der Verband der Kommunalen Arbeitgeber (VKA) hat seit Januar die Aufnahme der Verhandlungen verzögert und damit ein Scheitern provoziert. Jetzt müssen wir handeln, auch wenn das bedeutet, dass Kindertageseinrichtungen geschlossen werden müssen", sagte am Sonntag (03.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

04.05.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

In den Verhandlungen geht es um einen Gesundheitstarifvertrag für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes. Die GEW ruft für Mittwoch (06.05.) zu einem ersten bundesweiten Warnstreik in Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes auf. Auch ver.di beteiligt sich am Arbeitskampf.

"Die Anforderungen für die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten haben sich stark erhöht, der Arbeitsdruck und die Arbeitsdichte sind durch Personalabbau gestiegen. Wenn sich die Arbeitgeber nicht endlich bewegen, werden sich immer weniger junge Frauen und Männer für diesen Beruf interessieren. Bereits jetzt müssen in einigen Städten Eltern lange auf einen freien KiTa-Platz warten, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen", sagte Moritz. Die GEW schätzt, dass in Baden-Württem¬berg für die Krippen-Ausbaupläne zwischen 10.000 und 15.000 neue Erzieher/innen benötigt werden.

"Der Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung ist eine wichtige Voraussetzung für gute Arbeit. Es ist unverantwortlich, dass die Arbeitgeber die Augen davor verschließen und sich weigern, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Damit schaden sie nicht nur ihren Beschäftigten, sondern sind auch verantwortlich für große Gruppen, in denen individuelle Förderung von Kindern kaum möglich ist", so Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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