Bayern

2 193 Studierende wurden 2012 in Bayern mit dem Deutschlandstipendium gefördert

2012 wurden in Bayern 2 193 Studierende mit dem seit 2011 vergebenen Deutschland-stipendium gefördert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbei-tung mitteilt, studierten etwa zwei Drittel (67,4 Prozent) der so Geförderten an Universi-täten. Etwa die Hälfte der Deutschlandstipendien (48,3 Prozent) wurde an Studentinnen vergeben.

15.04.2013 Pressemeldung

Nach dem Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms werden seit dem Sommersemester 2011 sogenannte Deutschlandstipendien an besonders begabte Studierende vergeben. Langfristig können bis zu 8 Prozent aller Studierenden in den Genuss des Deutschlandstipendiums kommen, sofern sie nicht an Hochschulen in Trägerschaft des Bundes sowie an Verwaltungsfachhochschulen immatrikuliert sind. Das Stipendium in Höhe von monatlich 300 Euro wird zur Hälfte vom Bund finanziert. Die andere Hälfte werben die Hochschulen bei privaten Mittelgebern wie Unternehmen, Stiftungen oder privaten Spendern ein. Für das Jahr 2012 wurde eine Höchstquote von einem Prozent der Studierenden festge-legt, das entspricht in Bayern rund 3 000 Studierenden.

Insgesamt erhielten 2012 an Bayerns Hochschulen 2 193 Studierende Deutschlandstipendien. Bei der Vergabe können die Hochschulen auch gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände berücksichtigen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, handelte es sich bei knapp der Hälfte der 2012 Geförderten (48,3 Prozent) um Studentinnen. Zwei Drittel der Deutschlandstipendien wurden von Universitäten (1 478 oder 67,4 Prozent), ein Drittel (682 oder 31,1 Prozent) von Fachhochschulen vergeben. An Kunsthochschulen studierten 33 Stipendiaten.

1 092 oder 49,8 Prozent der mit Deutschlandstipendien Geförderten studierten Fächer der Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Im Vergleich dazu waren im Sommersemester 2012 in Bayern 38,2 Prozent der 293 727 Studierenden (ohne Universität der Bundeswehr und ohne Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Recht) in diesen Fächern eingeschrieben. Die Ingenieurwissenschaften stellten sich mit 27,7 Prozent bei den Stipendiaten und 20,0 Prozent bei den Studierenden für die privaten Förderer wie 2011 als besonders attraktiv heraus. Studierende der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften waren unter den Deutschlandstipendiaten (25,7 Prozent) verglichen mit ihrem Anteil an der Studentenschaft (30,2 Prozent) nicht so stark vertreten. Bei Studierenden der Sprach- und Kulturwissenschaften lagen die entsprechenden Anteilswerte bei 19,1 Prozent (Studierende) bzw. 9,9 Prozent (Stipendiaten).

243 Empfänger des Deutschlandstipendiums (11,1 Prozent) hatten ihr Fachstudium gerade begonnen, weitere 8,8 Prozent befanden sich im zweiten Fachsemester. Sechs oder mehr Fachsemester wiesen 587 (26,8 Prozent) mit Deutschlandstipendien Geförderte auf.


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