2008: Neuer Höchststand bei Promotionen an Fachhochschulen erreicht

Die kooperativen Promotionsverfahren an sächsischen Fachhochschulen haben mit 27 Promotionen im Jahr 2008 einen neuen Höchststand erreicht. Darüber informierte heute die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. "Das kooperative Promotionsverfahren hat sich in Sachsen als erfolgreiches Modell bewährt, nicht zuletzt weil die Themen sehr anwendungsbezogen sind und direkt den kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute kommen", sagte Dr. Stange. Auf der anderen Seite könnten die Fachhochschulen so ihre besondere Kompetenz zur Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses einbringen und ihre Forschungskompetenz ausbauen.

07.01.2009 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Sachsens Hochschulen praktizierten das Verfahren der sogenannten kooperativen Promotion seit 1993. Bei diesem Modell wirken Fachhochschulen und Universitäten bei der Betreuung der aus den Fachhochschulen kommenden Doktoranten zusammen. Die kooperative Promotion wurde im Freistaat eingeführt, weil das Promotionsrecht mit seinem Forschungsbezug bundesweit bislang nur bei Universitäten und Kunsthochschulen liegt. Wie Dr. Stange betonte, werde sie im Wissenschaftsrat und in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) auch weiterhin für ein eigenes Promotionsrecht der Fachhochschulen in ausgewählten forschungsaktiven Fachbereichen werben. "Sachsens Fachhochschulen haben in ausgewählten Gebieten eine nationale und international anerkannte Forschungskompetenz. In diesen Bereichen sollten Hochschullehrer ein eigenes Promotionsrecht erhalten. Nur so ist dauerhaft qualifizierter Nachwuchs auch an Fachhochschulen zu sichern."

In Sachsen hatte es seit 1999 insgesamt 138 Promotionen nach dem kooperativen Promotionsverfahren gegeben. Um das Verfahren weiter zu unterstützen stelle ihr Haus bis einschließlich 2013 drei Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für kooperative Promotionsverfahren bereit, so die Ministerin.


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