3. Bayerischen Hochschulgründertag

Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel hat die Bedeutung von Ausgründungen aus den Hochschulen und des Technologietransfers betont.

07.06.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Bedeutung von Ausgründungen aus den Hochschulen und des Technologietransfers hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel beim 3. Bayerischen Hochschulgründertag am Mittwoch in München betont. An den Hochschulen, so Goppel, bestehe ein gewaltiges unternehmerisches Potenzial. Ein bedeutsamer Wandel zur Wissenswirtschaft und zur technologieorientierten und wissensintensiven Dienstleistung stehe den Hochschulen bevor.

Deshalb sei eine immer engere Anbindung der Wirtschaft an die Wissenschaft erforderlich. Goppel: "Ausgründungen sowie wissensbasierte Unternehmensgründungen haben große Bedeutung für den Strukturwandel in Deutschland und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Diese spezielle Form der Unternehmensgründung macht zwar bislang nur einen kleinen Teil der Unternehmensgründungen aus, sie sind dabei aber Innovationslieferanten für die Gesamtwirtschaft. Außerdem weisen wissensintensive Neugründungen überdurchschnittliche Beschäftigungszuwächse auf: Zwischen drei und fünf Vollzeitstellen werden in forschungs- und wissensintensiven Wirtschaftszweigen bereits im ersten Geschäftsjahr geschaffen."

Für die Förderung von Ausgründungen an seinen Hochschulen habe Bayern mit seiner breit gefächerten, lebendigen und konkurrenzfähigen Hochschul- und Forschungslandschaft in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen mit verschiedensten Maßnahmen geschaffen, so der Wissenschaftsminister: "Bayern räumt dem Ausbau der Forschung hohe Priorität ein. Mit der Offensive Zukunft Bayern und der High-Tech-Offensive (HTO) wurden bedeutende Zusatzmittel - insgesamt 4 Mrd. Euro - zur Verfügung gestellt." Mit den Bayerischen Forschungsverbünden gebe es ein wirksames Instrument zur Förderung von Interdisziplinarität und Vernetzung. Mehr als 40 Verbünde wurden bislang ins Leben gerufen. Als weiteres Beispiel nannte Goppel die Initiative "Bayern Patent", mit der der Freistaat den Aufbau einer funktionierenden Patentinfrastruktur an den Hochschulen eingeleitet hat.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen beginne eine steigende Zahl von Lehrstühlen, sich wissenschaftlich mit dem Thema Existenzgründung auseinanderzusetzen. Goppel: "All dies trägt dazu bei, bei Studierenden die Initiative für eine Existenzgründung zu wecken."

Der 3. Bayerische Hochschulgründertag ist eine Fachkonferenz für Experten der Gründungsberatung und Gründungsförderung. An der Veranstaltung im feierlichen Ambiente von Schloss Nymphenburg in München nahmen rund 300 Experten teil, darunter Unternehmensgründer aus Hochschulen, Berater und Investoren. Der Hochschulgründertag wird veranstaltet vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie dem Hochschulprogramm für Unternehmensgründungen an bayerischen Hochschulen ("Hochsprung") in Kooperation mit dem Förderprogramm zum leichteren Übergang in eine Gründerexistenz ("Flügge").


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