Bayern

301 Habilitationen an Bayerns Universitäten

2011 wurden an bayerischen Universitäten 301 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung sank damit die Zahl der abgeschlossenen Habilitationsverfahren deutlich (2010: 364). Wie in den Vorjahren erwarb über die Hälfte der angehenden Professoren ihre Lehrbefähigung im Bereich Humanmedizin. Mehr als jede vierte Habilitationsschrift wurde von einer Frau vorgelegt.

16.05.2012 Pressemeldung

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, haben 2011 an bayerischen Hochschulen 84 Wissenschaftlerinnen und 217 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung erteilt bekommen. Mit insgesamt 301 Habilitationen wurde der Zehnjahresdurchschnitt von 2001 bis 2010 (360) deutlich unterschritten. Die im Jahr 2011 Habilitierten waren im Durchschnitt 40 Jahre alt (Frauen: 39,4 Jahre; Männer: 40,4 Jahre).

Wie in den Vorjahren erwarb gut ein Drittel (104 oder 34,6 Prozent) der angehenden Professoren ihre Qualifikation an der Universität München. Mit 56 Habilitierten folgte 2011 die Technische Universität München vor der Universität Erlangen-Nürnberg (44) und den Universitäten in Regensburg (38) und Würzburg (28).

Der Bereich Humanmedizin war auch 2011 mit 158 Habilitationen (52,5 Prozent) Spitzenreiter. Mit deutlichem Abstand folgten die MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik) mit 63 Habilitationen (20,9 Prozent) und die Sprach- und Kulturwissenschaften (49 bzw. 16,3 Prozent). In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden 22 Habilitationsverfahren (7,3 Prozent) erfolgreich abgeschlossen.

Mehr als jede vierte Habilitationsschrift (27,9 Prozent) wurde von einer Frau vorgelegt. Rund 29,8 Prozent der neuhabilitierten Wissenschaftlerinnen erwarben ihre Lehrbefähigung in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften. Bei den Männern lag der entsprechende Anteil bei 11,1 Prozent. 9,5 Prozent der Frauen, die ihre Habilitation erfolgreich abgeschlossen haben, taten dies in einem MINT-Fach (Männer 25,4 Prozent).

23 der im Jahr 2011 Habilitierten (7,6 Prozent) waren ausländische Wissenschaftler. Elf der von Ausländern erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren entfielen auf die MINT-Fächer, sieben auf die Humanmedizin und vier auf die Sprach- und Kulturwissenschaften.

Der überwiegende Teil der Neuhabilitierten (223 oder 74,1 Prozent) war auch 2011 an einer Universität beschäftigt (2010: 73,9 Prozent).

Weitere Daten und Schaubilder unter www.statistik.bayern.de


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