Statistik

364 Habilitationen an Bayerns Universitäten

2010 wurden an den Bayerischen Universitäten 364 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung waren das nur geringfügig mehr als im Vorjahr (361). Wie in den Vorjahren erwarb über die Hälfte der angehenden Professoren seine Lehrbefähigung im Bereich Humanmedizin. Jede vierte Habilitationsschrift wurde von einer Frau vorgelegt.

08.06.2011 Pressemeldung

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, haben 2010 an bayerischen Hochschulen 91 Wissenschaftlerinnen und 273 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung erteilt bekommen. Mit insgesamt 364 Habilitationen wurde der Zehnjahresdurchschnitt 2000 bis 2009 (358) leicht übertroffen. Die im Jahr 2010 Habilitierten waren im Durchschnitt knapp 40 Jahre alt (Frauen: 39,3 Jahre; Männer: 39,9 Jahre).

Wie in den Vorjahren erwarben die relativ meisten der angehenden Professorinnen und Professoren (112 oder 30,8 Prozent) ihre Qualifikation an der Universität München. Mit 68 Neuhabilitierten folgte die Universität Erlangen-Nürnberg vor der Technischen Universität München (63) und den Universitäten in Regensburg (42) und Würzburg (36).

Auch 2010 war der Bereich Humanmedizin mit 191 Habilitationen (52,5 Prozent) Spitzenreiter. Mit deutlichem Abstand folgten die Bereiche Mathematik, Naturwissenschaften (78 Habilitationen oder 21,4 Prozent) und Sprach- und Kulturwissenschaften (50 bzw. 13,7 Prozent). In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden 24 Habilitationsverfahren (6,6 Prozent) erfolgreich abgeschlossen.

Jede vierte Habilitationsschrift (25,0 Prozent) wurde von einer Frau vorgelegt. Rund 24,2 Prozent der neuhabilitierten Wissenschaftlerinnen erwarben ihre Lehrbefähigung in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften. Bei den Männern lag der entsprechende Anteil bei 10,3 Prozent. Im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften waren 14,3 Prozent der von Frauen erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren zu verzeichnen (Männer: 23,8 Prozent).

22 aller im Jahr 2010 Habilitierten (sechs Prozent) waren ausländische Wissenschaftler. Sieben der von Ausländern erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren entfielen auf die Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften und jeweils sechs auf die Fächergruppen Humanmedizin sowie Sprach- und Kulturwissenschaften.

Der überwiegende Teil der Neuhabilitierten (269 oder 73,9 Prozent) war auch 2010 an Universitäten beschäftigt (2009: 74,2 Prozent).

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht Habilitationen in Bayern im Jahr 2010 (Bestellnummer: B34303, Preis der Druckausgabe: 3,70 €). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail ( ), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.


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