425 neue Wohnheimplätze für Studierende in Frankfurt

Mit der Paraphierung der Erbbaurechtsverträge zwischen dem Land Hessen und den beiden großen Kirchen Deutschlands ist heute der Neubau von 425 Wohnheimplätzen auf dem Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt besiegelt worden.

11.12.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Evangelische Kirche wird davon 250, die Katholische Kirche 175 Plätze einrichten. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts würdigte der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, das Engagement der Kirchen, die zusammen mehr als 20 Millionen Euro in den Bau investierten. „Sie schaffen mitten auf dem Campus ideale Wohnbedingungen, und zwar zu Preisen, die gerade im Rhein-Main-Gebiet nur noch in den Wohnheimen der Studentenwerke zu finden sind. Das Land hat dazu einen erheblichen Beitrag geleistet, indem es ein erschlossenes, rund 5.800 Quadratmeter großes Erbbaugrundstück unentgeltlich zur Verfügung stellt.“

Prof. Dr. Rudolf Steinberg, Präsident der Universität Frankfurt, begrüßte nachdrücklich das große und mehr als willkommene Engagement der beiden christlichen Kirchen. Durch den Bau des Studierendenwohnheims werde frühzeitig für eine weitere Belebung des Campus gesorgt.

Das Projekt ist in die erste Ausbaustufe der Universität auf dem Campus Westend integriert: Neben dem Wohnheim werden das Fakultätsgebäude für die Rechtswissenschaft und die Wirtschaftwissenschaften sowie das House auf Finance (beide bereits im Bau), der Anbau an das Casinogebäude und das zentrale Hörsaalgebäude entstehen. Das Land hatte für diese Vorhaben 2004 einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl der Entwürfe war seinerzeit, dass sich die Neubauten mit dem dominanten IG-Farben-Hochhaus von Hans Poelzig zu einem harmonischen Gesamtensemble ergänzen sollten, ohne dieses zu kopieren. Im Fall des Wohnheims war vor allem auch der Nachbarschaftsschutz ein wichtiges Kriterium. Der Entwurf, der nun verwirklicht wird, ist derjenige, der auf die Belange der Anwohner der Einfamilienhaussiedlung am meisten Rücksicht nimmt.

Minister Corts wies darauf hin, dass sich das Land bei der Schaffung von Wohnraum für Studierende in Frankfurt auch noch andernorts engagiert. So wird das Studentenwerk Frankfurt am Campus Niederrad durch Umbau eines Landesgebäudes 156 Wohnheimplätze sowie für die Fachhochschule Frankfurt ebenfalls durch Umbau eines Landesgebäudes 50 Wohnheimplätze schaffen. Am Campus Riedberg wird in öffentlich-privater Partnerschaft ein Wohnheim mit 114 Plätzen neu entstehen „Das alles zeigt, wie wichtig es der Landesregierung ist, den Studierenden preisgünstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, hob der Minister hervor.


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