425 neue Wohnheimplätze für Studierende in Frankfurt

"Die beiden neuen Studierendenwohnheime der Kirchen werden das Zusammenleben von Studierenden verschiedener sozialer, nationaler und kultureller Herkunft und den interdisziplinären Austausch unter den Studierenden fördern." Das hat Staatsministerin Silke Lautenschläger bei der Einweihung der Wohnheime auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt hervorgehoben. Die evangelische und die katholische Kirche haben für die insgesamt 425 Wohnheimplätze zusammen mehr als 22 Millionen Euro investiert. Das Land Hessen hat das rund 5.800 Quadratmeter große Baugrundstück erschlossen und im Wege eines unentgeltlichen Erbbaurechts zur Verfügung gestellt.

26.11.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Frankfurter Universitätspräsident Prof. Dr. Rudolf Steinberg begrüßte nachdrücklich das große Engagement der beiden christlichen Kirchen: "Ich freue mich sehr über die beiden Wohnheime. Der ursprüngliche Architekten-Entwurf für den neuen Campus Westend sah an der Stelle der heutigen Wohnheime ein Verwaltungsgebäude vor. Mir war jedoch von Anfang an klar, dass im Zentrum der Universität nicht die Verwaltung, sondern die Studierenden stehen müssen. Die derzeit 3.500 Wohnheimplätze in Frankfurt – fast 800 wurden in den in den letzten acht Jahren geschaffen – tragen dazu bei, die gerade für Studierende schwierige Wohnsituation in der Stadt zu entschärfen."

Die Studierendenwohnheime der Kirchen waren Bestandteil des vom Land Hessen 2004 ausgelobten Realisierungswettbewerbs zum 1. Bauabschnitt der Universität Frankfurt auf dem neuen Campus Westend. Staatsministerin Lautenschläger wies darauf hin, dass dabei neben Wohnräumen auch gemeinsame Veranstaltungsräume zu planen waren.

Im Hinblick auf die Schaffung von Wohnraum für Studierende erinnerte die Ministerin daran, dass das Land unentgeltliche Erbbaurechte in Frankfurt für weitere Projekte eingeräumt habe. Drei davon werden durch das Studentenwerk Frankfurt betrieben: der Ende 2007 fertig gestellte Umbau eines Landesgebäudes mit 156 Wohnheimplätzen auf dem Medizincampus in Niederrad; der in Planung befindliche Umbau eines Landesgebäudes mit 40 Wohnheimplätzen am Wiesenhüttenplatz sowie der im Bau befindliche Neubau mit 50 Wohnheimplätzen für die Fachhochschule Frankfurt. Auf dem Campus Riedberg der Universität hat darüber hinaus ein privater Investor im Rahmen eines so genannten Public Private Partnership ein Wohnheim mit 114 Plätzen errichtet, das im Dezember 2007 bezogen wurde.

Außerdem sollen auf einem kürzlich vom Land erworbenen Areal an der Hansaallee in unmittelbarer Nähe zum Campus Westend langfristig bis zu 600 neue Wohnheimplätze realisiert werden. Auch hier wird sich das Studentenwerk Frankfurt engagieren und den Bau einen ersten Abschnitts mit 200 Plätzen übernehmen.

In diesem Zusammenhang verwies Staatsministerin Lautenschläger darauf, dass die Landesregierung mit der Novellierung des Studentenwerkgesetzes 2006 den Studentenwerken eine größere Autonomie und die Übernahme von mehr Verantwortung auch für das studentische Wohnen eingeräumt habe: Durch die Übernahme der Gewährsträgerschaft durch das Land können die Studentenwerke Kredite zu Kommunalkreditkonditionen erhalten, was die Umsetzung zahlreicher Bauvorhaben in ihrer Verantwortung gefördert hat. "An nahezu allen Hochschulstandorten entstehen neue Wohnanlagen oder werden bestehende Wohnanlagen saniert und umgebaut", sagte die Ministerin.

Der Ausbau der Universität Frankfurt ist ein zentraler Bestandteil des Hochschulinvestitionsprogramms HEUREKA, mit dem das Land bis 2020 insgesamt rund drei Milliarden Euro in die bauliche Erneuerung der zwölf hessischen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen investiert.


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