93 Vorschläge für Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre
93 Anträge aus insgesamt 16 Hochschulen wurden in diesem Jahr bei der Jury des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre 2012 eingereicht. 2011 gingen 88 Bewerbungen von 14 der insgesamt 28 staatlichen und privaten Hochschulen ein. Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, war erfreut über die hohe Beteiligung: "Mit dem gemeinsam vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgelobten Preis haben wir ein bundesweit einmaliges Instrument zur Anerkennung exzellenter Lehre geschaffen. Die kontinuierlich hohe Antragszahl spiegelt die große Akzeptanz und Anerkennung des Preises in den Hochschulen wieder."
12.04.2012 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDass der Einzelpreis-Träger von 2011, Prof. Heiner Goebbels von der Justus-Liebig-Universität Gießen, erst vor wenigen Wochen mit dem International Ibsen Award geehrt worden sei, unterstreiche zudem die professionelle Auswahl und außergewöhnliche Qualität der Preisträger, betonte die Ministerin. Der renommierte International Ibsen Award wird von der norwegischen Regierung vergeben und ist mit 330.000 Euro dotiert.
"Ausgezeichnete Lehrmodelle wie die Musikausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt oder die praxisnahe Ausbildung im Rahme einer Prozesslernfabrik an der TU Darmstadt bieten nicht nur außergewöhnliche gute Perspektiven für die Studierenden. Sie entwickeln sich dank ihres großen Erfolges zudem zum Exportschlager", sagte Kühne-Hörmann. So entstehen derzeit in Atlanta, Lyon und Mailand vergleichbare Anlagen nach dem Darmstädter Modell der Prozesslernfabrik, die das Kennenzulernen und Trainieren von Produktionsabläufen einer Fabrik an echten Maschinen ermöglicht. "Lehrmodelle wie in Darmstadt oder Frankfurt stehen für die Attraktivität und Exzellenz unserer Ausbildung", sagte die Ministerin.
Die jetzt neu eingereichten Vorschläge werden nun von einer vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Jury geprüft. Diese ist paritätisch mit Studierenden und Lehrenden besetzt.
Aufgrund der schriftlichen Anträge wird die Jury nach einer ersten Auswahl Vor-Ort-Besuche in den Lehrveranstaltungen durchführen und danach die endgültige Entscheidung treffen. Die Preisverleihung ist am 18. Dezember 2012 im Schloss Biebrich geplant.
Bereits zum sechsten Mal haben das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung den Preis gemeinsam ausgelobt. Insgesamt werden im Jahr 2012 Preisgelder in Höhe von 325.000 Euro vergeben. Der Preis ist damit deutschlandweit der höchstdotierte Landespreis für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an Hochschulen. Der Preis würdigt die Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Lehrkonzepte. Er zeichnet Personen, Arbeitsgruppen oder Organisationseinheiten aus, die solche Konzepte erarbeitet und verwirklicht haben. Zugleich trägt die Auszeichnung zur Profilierung der Hochschulen bei.
In diesem Jahr konnten Studierende, Lehrende oder in der Verwaltung Tätige der antragsberechtigten Hochschulen Bewerbungen mit Vorschlägen direkt online über eine neue Homepage (www.lehrpreis-hessen.de) einreichen.
Es sind fünf Preise in drei Kategorien ausgeschrieben:
- drei Preise für eine Arbeitsgruppe oder Organisationseinheit
(130.000 Euro, 85.000 Euro, 45.000 Euro; davon jeweils 30.000 Euro, 20.000 Euro und 10.000 Euro zur persönlichen Verwendung) - ein Preis für eine Einzelperson
(50.000 Euro, davon 10.000 Euro zur persönlichen Verwendung) - ein Preis für eine studentische Initiative
(15.000 Euro, davon 5.000 Euro zur persönlichen Verwendung).
Zusätzlich werden Prämien an diejenigen Studierenden vergeben, die einen Vorschlag einreichen, der später tatsächlich ausgezeichnet wird. Die Prämie in Höhe von maximal 1.000 Euro pro Preis ist bei mehreren Einreichenden zu teilen.
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