Auftakt zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Dietrich Austermann hat an Forscher und Unternehmer im Land appelliert, sich intensiv um Gelder aus dem kommenden EU-Forschungsrahmenprogramm zu bemühen. Wie der Minister heute (16. November) in Kiel anlässlich der Auftaktveranstaltung zum 7. EU-Rahmenprogramm (2007 bis 2013) sagte, sei Schleswig-Holstein bereits in den letzten vier Jahren an 140 Projekten beteiligt gewesen und habe damit insgesamt 49 Millionen Euro Forschungsgeld an Land gezogen.

16.11.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

"Ich bin sicher, dass wir diese Quote in der kommenden Periode durch noch stärkere Innovationsorientierung unserer Wirtschaft und den Ausbau der technischen Zweige an den Hochschulen noch steigern können", so Austermann. Die wissenschaftlichen Einrichtungen im Land hätten einen Nachholbedarf, was die Einwerbung so genannter Drittmittel betreffe, also Geld, das von Einrichtungen außerhalb des Landes und aus der Wirtschaft komme.

Bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Wirtschaft informieren Fachreferenten aus Brüssel und von nationalen sowie regionalen Beratungsstellen über die Teilnahmemöglichkeiten an der europäischen Forschungsförderung. Bei den rund 200 Teilnehmern handelt es sich unter anderem um Hochschulprofessoren, Unternehmer oder Wirtschaftsförderer. Veranstalter sind das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr und das Euro Info Center der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB).

Nach den Worten von Austermann hat die anstehende siebenjährige Förderperiode ein Gesamtbudget von mehr als 50 Milliarden Euro. Herausragende Vorhaben der letzten Jahre, an denen Schleswig-Holstein beteiligt war, waren unter anderem das Incofish-Projekt des Kieler IFM-Geomar und ein Projekt der Flensburger Schiffbaugesellschaft zur Optimierung der Sicherheit von Schiffen. Bei dem Incofish-Projekt geht es hingegen vor allem darum, ein Programm zu entwickeln, mit dessen Hilfe die Ziele des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung erreicht werden können - insbesondere die Wiederherstellung gesunder Fischbestände und Ökosysteme bis zum Jahr 2015.

Wie Austermann weiter sagte unterstütze die gute regionale Beratungsstruktur - neben dem Euro Info Center der IB unter anderem die 18 schleswig-holsteinischen Technologiezentren - die Forschungsteams in dem komplizierten Geschäft der EU-Forschungsförderung. Besonders die neue Förderlinie der Grundlagenforschung im Rahmenprogramm sei ein Element, dessen Chancen und Möglichkeiten in Schleswig-Holstein genutzt werden sollten.


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