Auftaktveranstaltung des Nationalen Bildungspanels an der Universität Bamberg

Der Universität Bamberg hat Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zur Federführung in einem deutschlandweiten Forschungs- und Förderprojekt gratuliert. "Dass Bamberg den Zuschlag für das Nationale Bildungspanel bekommen hat, freut mich als bayerischer Wissenschaftsminister ganz besonders. Die Ergebnisse werden von großem nationalen und internationalen Interesse sein", betonte Heubisch am Dienstag anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Bildungspanel in Bamberg. "Bayern wird die Startphase und das Fortschreiten des Nationalen Bildungspanels mit Interesse verfolgen und tatkräftig unterstützen."

03.02.2009 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Zu den Zielen des Bildungspanels erklärte der Minister: "Bildung ist der Schlüssel für die Wahrnehmung von Lebenschancen – damit möglichst viele Menschen ihre Möglichkeiten erkennen und nutzen können, brauchen wir Informationen darüber, wie die Bildungswege in Deutschland verlaufen. Bildungswege im Längsschnitt zu erforschen – dieser wichtigen Aufgabe widmen sich zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ganz Deutschland aus unterschiedlichsten Disziplinen für das Nationale Bildungspanel." Nur die langfristige Beobachtung von Bildungskarrieren von der Wiege bis zum Rentenalter liefere Antworten auf zentrale bildungspolitische Fragen, so der Minister. Die Qualität von Bildungsprozessen und die Qualität ihrer Ergebnisse beeinflussten maßgeblich auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes. "Die stete Optimierung der Bildungssysteme in ihrer ganzen Breite und Vielfalt ist somit von höchster Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes", betonte Heubisch.

Ziel des Nationalen Bildungspanels ist es, Längsschnittdaten zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen über die gesamte Lebensspanne zu erhalten. Konkret soll bei ca. 60.000 Teilnehmern im Alter von vier bis 65 Jahren verfolgt und getestet werden, wie sich Kompetenzen im Laufe des Lebens entwickeln und wie Bildungskarrieren in Deutschland verlaufen. An der Studie arbeitet ein interdisziplinäres Netzwerk von rund 150 Wissenschaftlern aus den Bereichen Erziehungswissenschaft, Ökonomie, Demographie, Psychologie und Soziologie – vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung bis zum Institut für Schulentwicklungsforschung der Universität Dortmund. Eine zentrale Rolle bei der Organisation und Implementation des Nationalen Bildungspanels wird dem an der Universität Bamberg neu gegründeten Institut für bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung Bamberg zukommen, dessen geschäftsführender Direktor Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld ist. Bund, Länder und DFG werden bis zum Jahr 2013 rund 70 Mio. Euro in das Projekt investieren.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden