Studentenwerke

Auslandsmobilität hängt von sozialer Herkunft ab

Wie das [Statistische Bundesamt mitteilt](http://bildungsklick.de/pm/80433/studieren-im-ausland-wird-immer-beliebter)/, waren im Jahr 2009 115.500 deutsche Studierende an Hochschulen im Ausland eingeschrieben; immer mehr Deutsche gingen ins Ausland. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) weist darauf hin, dass die Auslandsmobilität noch immer stark von der sozialen Herkunft abhängt.

20.09.2011 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat beklagt eine "soziale Schieflage". Gemäß der aktuellen DSW-Sozialerhebung gehen Studierende aus hochschulnahen, einkommensstarken Familien fast doppelt so häufig ins Ausland wie ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aus hochschulfernen, einkommensschwächeren Haushalten. "Die soziale Selektivität des deutschen Hochschulsystems schlägt auch bei der Mobilität durch", folgert Dobischat.

Drei Viertel der auslandsmobilen Studierenden aus Deutschland werden von ihren Eltern unterstützt, mehr als die Hälfte arbeitet vor oder während des Auslandsstudiums, 60% erhalten ein Stipendium, 30% Auslands-BAföG.

65% der Befragten benennen als größtes Hindernis, ins Ausland zu gehen, die finanzielle Mehrbelastung. 46% beklagen Zeitverluste im Studium. "Wer den Studierenden heute sagt ´geh doch ins Ausland`, muss ihnen vor allem auch sagen, wie sie das finanzieren können", sagt Dobischat.

Der Bericht "Internationalisierung des Studiums" basiert auf der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, einer Befragung von 16.370 Studierenden im Sommer 2009 zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage. Das BMBF fördert die Befragung, die HIS wissenschaftlich durchführt.

Der Sonderbericht "Internationalisierung des Studium" zum Download (94 Seiten)


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden