"Bestätigung des Modells der Vollkostenfinanzierung"

Als "Bestätigung des Modells der Vollkostenfinanzierung" hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel den Vorschlag des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, zur Förderung von Spitzenforschung von Bund und Ländern begrüßt. "Die Hochschule, die für ihre Spitzenwissenschaftler Forschungsgelder einwirbt, muss nach dem bestehenden System für das Forschungsvorhaben selbst noch so viel zusätzliches Geld zuschießen, dass sie sich ihre eigene Exzellenz unter Umständen nicht leisten kann. Derjenige, der Spitze ist, wird finanziell belastet anstatt belohnt. Damit muss Schluss sein", erklärte Goppel am Donnerstag in München. Winnacker hatte in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung berichtet, Spitzenforscher, die sich erfolgreich um Forschungsgelder bemühen, seien in den Hochschulen enormen Druck ausgesetzt, weil erfolgreiche Forschungsprojekte die Mittel der Hochschule aufzehren, die dann für andere Projekte nicht zur Verfügung stehen, und hatte deshalb vorgeschlagen, die zusätzlichen Mittel der von Bund und Ländern gemeinsam ins Auge gefassten Forschungsförderung zur Deckung dieser Zusatzkosten aufzuwenden.

07.01.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA, die die Kosten voll finanzieren, hat Deutschland hier einen erheblichen Wettbewerbsnachteil", betonte Goppel. "Nur wenn wir die vollen Kosten eines Spitzenforschungsprojekts finanzieren, stellen wir sicher, dass es tatsächlich durchgeführt und nicht wegen Finanzengpässen vor Ort begraben wird."

Die Bundesregierung forderte Goppel auf, sich dem Modell der Vollkostenfinanzierung der Forschungskosten zu öffnen. "Das Modell der Vollkostenfinanzierung schafft enormen Anreiz für neue Forschungsprojekte. Es bietet allen Hochschulen in Deutschland die Möglichkeit, durch die Qualität und Exzellenz ihrer Projekte zu überzeugen. Und es bringt die wahre Forschungselite zum Vorschein, die nicht durch politischen Willen bestimmt werden kann, sondern sich im wissenschaftlichen Wettbewerb durchsetzt", so Goppel.


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