CHE Consult legt mit "AkCont" ein Konzept für die Gestaltung des Controllings an den deutschen Hochschulen vor

Ziel von "AkCont" ist es, die Verfahren und Ergebnisse des Controllings noch stärker für die unterschiedlichen Fragen des Hochschulmanagements und damit für die Entscheidungsfindung nutzbarer zu machen.

28.04.2008 Pressemeldung CHE Centrum für Hochschulentwicklung

Obwohl an den meisten Hochschulen inzwischen Stellen für ein Controlling eingerichtet worden sind, gewinnt die betriebliche Funktion des Controllings an deutschen Hochschulen mit der wachsenden Autonomie noch weiter an Bedeutung. Controlling-Abteilungen werden ausgebaut, die unterschiedlichsten Instrumente werden geschaffen (Kosten- und Leistungsrechnung ist dabei nur ein Teilaspekt). Die Entwicklung des Hochschulcontrollings bleibt aber nicht ohne Probleme: Controllingsysteme werden teilweise zu "Datenfriedhöfen", die von Entscheidungsträgern gar nicht aufgegriffen werden. Es gibt oft keine klaren Prioritäten in der Entwicklung von Controllinginstrumenten, sondern die Systeme sind nur die Summe von miteinander unverbundenen Controlling-Tools, die häufig mehr auf staatliche Anforderungen als auf hochschulinterne Bedarfe ausgerichtet sind. Die Entwicklung des Controllings wird mitunter auch auf externen Rat mit aus der Privatwirtschaft kopierten Konzepten betrieben, die nicht auf Hochschulen passen.

AkCont als hochschuladäquates Controllingkonzept tritt genau diesen Problemen entgegen. Es soll auf den akademischen Kontext abgestellt sein und sowohl Finanzcontrolling als auch Controlling von Forschung und Lehre beinhalten. Zentrale Aufgabe von AkCont ist es, die hochschulischen Prozesse der Entscheidung und Steuerung zu unterstützen und einen Zusammenhang mit den Zielen der Hochschule herzustellen. Neben grundlegenden Definitionen und Begriffsklärungen werden Hinweise für die Praxisumsetzung geliefert: In dem Arbeitspapier werden ein schrittweises Modell zum Aufbau von AkCont aufgezeigt und die operativen, mit AkCont verbundenen Fragen wie IT und Organisation beleuchtet. Von besonderem Interesse für die Hochschulen dürfte auch die Verbindung zum Qualitätsmanagement sein.


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