Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Meeresexperten 36 Millionen Euro

Das Land Schleswig-Holstein wird über einen Zeitrum von fünf Jahren insgesamt 36 Millionen Euro zusätzlich für Spitzenforschung im Bereich der Meereswissenschaften investieren können. Wie Wissenschaftsminister Dietrich Austermann heute (13. Oktober) in Bonn mitteilte, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der so genannten Exzellenzinitiative des Bundes rund 7,2 Millionen Euro pro Jahr für das Meeresforschungsprojekt "Future Ocean" der Universität Kiel und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR bewilligt. Von den insgesamt 36 Millionen Euro für das Meeresforschungsprojekt "Future Ocean" trägt 25 Prozent das Land Schleswig-Holstein.

13.10.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

"Der genehmigte Exzellenzantrag ist in erster Linie ein Erfolg der Wissenschaftler, die in hervorragender Weise zusammengearbeitet haben und damit sowohl der Forschung als auch der Wirtschaft tolle Chancen für die Zukunft gewährleisten", gratulierte Austermann der rund 100 Mitarbeiter starken Forschergemeinschaft. Die wissenschaftliche Arbeit rund um den Ozean werde künftig im Land zwischen den Meeren zum Markenzeichen für internationale Spitzenforschung. Das Wissenschaftsministerium hat nach den Worten Austermanns seinerseits zu dem Erfolg beigetragen, in dem es über den Schleswig-Holstein-Fonds und damit außerhalb der üblichen Hochschulfinanzierung die Projekte gefördert habe. "Darüber hinaus haben wir die Wissenschaftler zusammengebracht und sie bei der Präsentation der Projekte in den verschiedenen Bewertungsstufen begleitet", so der Minister. Die Zusage der DFG stelle für ihn auch eine Ermutigung zur Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft dar.

Der zweite Antrag, ein Forschungsprojekt über Entzündungen im menschlichen Körper, erhielt trotz bester Erfolgsaussichten keinen Zuschlag. Zu den Beurteilungskriterien gab es in der hochkarätigen Runde von Wissenschaftlern und Ministern heftige Kritik an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat vorbereiteten Bewertungsverfahren. Austermann gab zu Protokoll, dass er für das Projekt "Inflammation at Interfaces" in der zweiten Runde im kommenden Jahr einen Bonus erwarte. Grund hierfür ist die hervorragende internationale Einstufung. Mit Blick auf dieses Projekt bekräftigte Austermann seine Zusage, die daran beteiligten Wissenschaftlergruppen der Universitäten Kiel, Lübeck und des Forschungszentrums Borstel mit Mitteln aus dem Schleswig-Holstein-Fonds weiter zu unterstützen

Mit den Wissenschaftskollegen aus Norddeutschland war sich Austermann einig, dass eine Chance verspielt wurde, einen wissenschaftlich begründeten Ausgleich des Süd-Nord-Gefälles vorzunehmen.

In einer ersten Auswahlrunde im Januar hatten sich die beiden Exzellenz-Initiativen aus Schleswig-Holstein gegen 317 Konkurrenz-Anträge behauptet, in der Endrunde befanden sich noch insgesamt 39 Anträge.


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