Dr. Eva-Maria Stange: "Vorfahrt für Frauen in Forschung und Lehre"

Sachsens Hochschulen bekommen im nächsten Jahr eine Koordinierungsstelle für Gleichstellungbeauftragte. Darüber informierte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute in Dresden. Entsprechende Mittel seien im Haushalt für das kommende Jahr eingestellt. Die Koordinierungsstelle werde voraussichtlich an der TU Dresden angesiedelt sein.

29.12.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Wir müssen bessere Rahmenbedingungen für Frauen auf allen wissenschaftlichen Ebenen in Forschung und Lehre schaffen, um strukturelle Nachteile für aufstrebende Wissenschaftlerinnen auszugleichen", so die Ministerin. Sachsen habe aufgrund seiner Schwerpunktsetzung im naturwissenschaftlich-technischen-ingenieurwissenschaftlichen Bereich eine besondere Spezifik, die auch bei der Gleichstellung besonderer Konzepte bedürfe. Dabei müsse es darum gehen, mehr Frauen und Mädchen für sogenannte MINT (mathematisch-ingenieurwissenschaftlich-naturwissenschaftlich-technische) Fächer zu gewinnen, aber auch ihren Anteil in Dekanaten und Hochschulleitungen und bei den Professorenstellen zu erhöhen.

2009 werde daher auch ein sogenannter Genderbericht für die sächsischen Hochschulen auf den Weg gebracht. Der Bericht untersuche unter Gleichstellungsgesichtspunkten die Situation von Studierenden, Naturwissenschaftlern, Professorinnen sowie Mitgliedern in Gremien wie Berufungskommissionen und Hochschulleitungen, sagte Dr. Stange. Zum Jahresbeginn 2009 sei ein weiteres Treffen mit den Hochschulleitungen geplant. "Wir haben in Sachsen auf diesem Gebiet einen großen Nachholbedarf, der in den Köpfen der Entscheidungsträger (z.B. bei den Rektoren) beginnen muss", sagte Dr. Stange.

In Sachsen waren im Jahr 2007 lediglich 15,8 Prozent der Professuren mit Wissenschaftlerinnen besetzt, der Anteil von Studentinnen in MINT Fächern betrug 8,4 Prozent.


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