Dr. Eva-Maria Stange: "Wirtschaft und Hochschulen müssen sich noch besser vernetzen"
"Der Erfolg Sachsens beim Spitzenclusterwettbewerb des Bundes hat deutlich gemacht, dass es bereits hervorragende Beispiele für eine bestens funktionierende Zusammenarbeit von öffentlichen Forschungseinrichtungen und regionaler Wirtschaft gibt, dies gilt es auszubauen." Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange hat bei der heutigen Eröffnung der Internationalen Wissenschaftskonferenz der Hochschule Zittau/Görlitz an die sächsische Wirtschaft appelliert, sich mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Freistaates noch besser zu vernetzen, um die Forschungskapazitäten des Freistaates weiter zu verstärken. Gerade Sachsens Fachhochschulen mit ihren Forschungsleistungen böten dafür beste Voraussetzungen.
17.09.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDie Initiative der Hochschule Zittau/Görlitz für ein Mittel- und Osteuropäisches Zentrum für Energie und Umwelt ginge deshalb genau in die richtige Richtung. "Auf existenzielle Fragen wie die nach den Energieformen der Zukunft könne nur im Zusammenwirken von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft Antworten gefunden werden", so die Ministerin. Für das geplante Energiezentrum, das die Kompetenz der Hochschule Zittau/Görlitz im Energiebereich sichtbar machen würde, müssten nun Partner aus Wirtschaft und Industrie geworben werden, "denn letztlich geht es um den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die praktische Umsetzung."
Ein Zeichen dafür, dass sich die Hochschulen zunehmend als wichtige Partner der regionalen und bundesweiten Wirtschaft etablieren, sei das verstärkte Engagement der Wirtschaft bei der Finanzierung von wissenschaftlichen Projekten an Hochschulen.
So kamen in Sachsen im Jahr 2006 rund 22 Prozent der Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft (53 Mio. Euro) und damit 4,5 Millionen Euro mehr als 2005. Dennoch verfüge die Wirtschaft im Osten aufgrund der historischen Entwicklung noch nicht über ein Forschungs- und Entwicklungspotenzial, das dem im Westen entspräche. Die relativ hohen Ausgaben des Staates für Forschung und Entwicklung in den ostdeutschen Ländern seien daher nach wie vor unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass die Wirtschaft in der Region ihre eigenen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten Schritt für Schritt stärken könne. Im neuen Doppelhaushalt 2009/ 2010 sollen daher die Mittel für die landeseigene Forschung von bisher 4 Millionen Euro pro Jahr auf 9 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden, die Ausgaben für die Forschungsförderung an Fachhochschulen werden in Höhe von jährlich mindestens 2 Millionen Euro verstetigt.
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