Erfolgsmodell duales Studium – Positive Zwischenbilanz für die Initiative hochschule dual

Wissenschaftsminister Heubisch zieht positive Zwischenbilanz für die bayerische Initiative hochschule dual. "Rund 1.750 Studierende sind derzeit in duale Studiengänge eingeschrieben, Tendenz steigend. Die wachsende Nachfrage zeigt: Wenn Wissenschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen, entstehen echte Erfolgsmodelle", so der Minister. Mittlerweile gibt es ca. 150 duale Studienangebote, die von den 17 bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – Fachhochschulen in Kooperation mit rund 370 Unternehmen angeboten werden. Duale Studienangebote verbinden Hochschulstudium und Ausbildung im Unternehmen.

18.03.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Auch vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt begrüßt die wachsenden Zahlen der Studierenden, die Unternehmenspraxis und Hochschule verbinden: "Das duale Studium ist wie kein anderes nachfragegerecht angelegt. Die Absolventen haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Übernahmequote durch das ausbildende Unternehmen liegt bei nahezu 100 Prozent. Aber auch die Unternehmen profitieren. Die Absolventen bauen von Anfang an eine starke Bindung zum Betrieb auf. Ihr Praxis-Know-how aus dem dualen Studium ist genau auf das Unternehmen zugeschnitten. In der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und ganz besonders in den Verbänden der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie werben wir daher ganz gezielt für das duale Studium."

Der Leiter der Initiative hochschule dual, Professor Dr. Robert F. Schmidt (Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Kempten), unterstreicht: "Das Besondere von hochschule dual ist der hohe Qualitätsstandard auf dem Niveau eines akademischen Studiums an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Damit versteht sich die Marke hochschule dual auch als ein Gütesiegel, das von hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam entwickelt wurde."

Für ihren hervorragenden Abschluss zeichnet Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch in diesem Jahr erstmals fünf Absolventinnen und Absolventen eines dualen Studiengangs an einer bayerischen Hochschule aus. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von je 3.000 Euro verbunden, das von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. sowie den bayerischen Metallarbeitgeberverbänden BayME und VBM gesponsert wird.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:

1.Herr Stefan Bischoff
Studiengang Informatik mit der Studienrichtung Wirtschaft an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Ingolstadt
Vertiefte Praxis bei der Siemens AG

2. Frau Kirsten Elstrodt
Studiengang Betriebswirtschaft und Recht an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Aschaffenburg
Vertiefte Praxis in der Steuerberatungsgesellschaft Pfeifer & Pfeifer

3. Herr Patrick Hubert
Studiengang Maschinenbau an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Nürnberg
Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Schaeffler KG

4. Herr Daniel Kirchleitner
Studiengang Maschinenbau an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Ingolstadt
Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bei Kretz Maschinenbau

5. Herr Florian Mühlfeld
Studiengang Elektro- und Informationstechnik mit Schwerpunkt Fahrzeugelektronik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Ingolstadt
Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Audi AG

Das duale Studium ist eine qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Ausbildung. Die Studienangebote richten sich daher an besonders leistungsmotivierte und zielorientierte Schulabsolventen/-innen mit (fachgebundener) Hochschulreife oder (fachgebundener) Fachhochschulreife. In Bayern gibt es zwei Modelle des dualen Studiums: Das Verbundstudium – hier wird parallel zum Hochschulstudium ein Ausbildungsberuf erlernt – und das Studium mit vertiefter Praxis – hier werden die Praxisanteile über die im Fachhochschulstudium obligatorischen praktischen Studiensemester um mindestens 50 Prozent hinaus erhöht.


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