Erneut weniger Habilitationen an Bayerns Universitäten
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im Jahr 2007 an den bayerischen Hochschulen 313 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen; das waren 51 oder 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Fast die Hälfte der Habilitationsschriften betraf das Fachgebiet Humanmedizin.
09.05.2008 Bayern PressemeldungSpitzenreiter unter den Hochschulen war wieder die Universität München mit 96 neu habilitierten Wissenschaftlern. Als Folge der Einführung der Juniorprofessur verzeichnen Bayerns Universitäten seit 2004 einen tendenziellen Rückgang bei den Habilitationen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, haben im zurückliegenden Jahr 234 Wissenschaftler und 79 Wissenschaftlerinnen die Lehrbefähigung erteilt bekommen. Mit insgesamt 313 Neuhabilitierten wurde der Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1997 - 2006) um über 11 Prozent unterschritten, das bisherige Maximum von 2004 sogar um 29 Prozent.
Der Frauenanteil an allen Habilitierten erreichte im Berichtsjahr mit 25,2 Prozent den bislang höchsten Wert; der in den vergangenen Jahren beobachtete Anstieg setzte sich somit fort. Während 1996 nur jede zehnte Habilitationsschrift von einer Frau verfasst wurde, betrug die Frauenquote ab dem Jahr 2003 immer über 20 Prozent.
Auch 2007 wurden wieder die meisten Habilitationen, nämlich 149, in der Humanmedizin abgelegt. In weitem Abstand folgten die Sprach- und Kulturwissenschaften mit 67, die Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften mit 54 sowie die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 26 Neuhabilitierten.
Der Spitzenreiter unter den Hochschulen war erneut die Universität München, an der 96 oder gut 30 Prozent der angehenden Professorinnen und Professoren ihre Qualifikation erwarben. Die Plätze zwei bis fünf belegten die Technische Universität München mit 50 und die Universität Würzburg mit 45 Habilitationsverfahren, gefolgt von den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Regensburg mit jeweils 35 Neuhabilitierten.
Das durchschnittliche Habilitationsalter lag 2007 bei 40,1 Jahren. Immerhin 32 Wissenschaftler waren zum Zeitpunkt der Habilitation noch keine 35 Jahre alt, während 13 ein Alter von 50 oder mehr Jahren erreicht hatten.
Ausführliche Ergebnisse zu den Habilitationsverfahren im zurückliegenden Jahr enthält der Statistische Bericht "Habilitationen in Bayern im Jahr 2007" (Best.-Nr. B 34303 200700, Preis 3,70 €). Er kann beim Vertrieb des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erworben oder dort per Fax (089/2119-457), E-Mail ( ) oder im Webshop des Landesamts (www.statistik.bayern.de Rubrik "Veröffentlichungen") bestellt werden.
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