"Erst recht in der Krise": Deutsches Studentenwerk drängt auf Umsetzung des Hochschulpakts II

Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), hat eindringlich an die Bundesregierung und die Länder appelliert, die drei Sonderprogramme für Bildung und Forschung rasch umzusetzen, und den Hochschulpakt II um Mittel für die soziale Infrastruktur des Studiums zu ergänzen. "Wer in der Krise an Bildung und Forschung spart, verschärft die Krise mittel- und langfristig", warnte Dobischat vor den heutigen Debatten im Deutschen Bundestag. "Die Bildung, die Hochschulbildung eingeschlossen, ist für ein Hochtechnologieland und eine Wissensgesellschaft mindestens so systemrelevant wie der Finanzsektor", sagte Dobischat.

06.05.2009 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

"Wir brauchen jetzt ein entschlossenes Handeln zugunsten der vielen jungen Menschen, die in den kommenden Jahren an unsere Hochschulen kommen", forderte Dobischat mit Blick auf den Hochschulpakt II, mit dem bis zum Jahr 2015 275.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden sollen. "Dass wir uns auf ein Studierendenhoch freuen dürfen, ist eine einmalige Chance für Deutschland, erst recht in der Krise. Das Signal an diese jungen Menschen muss sein: Studiert, die Hochschulen stehen Euch offen, Ihr seid willkommen!"

Dobischat wiederholte die Forderung des Deutschen Studentenwerks, beim Hochschulpakt II nicht allein in Studienplätzen zu kalkulieren, sondern parallel auch in die soziale Infrastruktur des Studiums zu investieren. "Studierende müssen essen, schlafen, sich erholen, sich beraten lassen und möglichst verlässlich finanzieren können. Was nützt der schönste Studienplatz, wenn die Studienfinanzierung unsicher ist?" Konkret forderte Dobischat 20.000 zusätzliche Wohnheimplätze sowie deutlich mehr Unterstützung der Länder für die Studienfinanzierungs-Beratung der Studentenwerke.


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