Erste Ergebnisse der zweiten Runde der Exzellenzinitiative vorgestellt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat haben heute in einer Auswahlsitzung entschieden, welche Hochschulen in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative zur Einreichung ausführlicher Anträge aufgefordert werden. Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz bedauerte, dass die beiden Bewerbungen aus Sachsen-Anhalt nicht erfolgreich waren.

12.01.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Das Ergebnis der heutigen Auswahl könne aber nicht überraschen. Bereits die erste Antragsrunde im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass es deutliche regionale Infrastrukturschwächen in der deutschen Forschungslandschaft gibt, die sich in besonderem Maße in den neuen Bundesländern zeigen.

Die Exzellenzoffensive ist darauf ausgerichtet, vor allem die Leuchttürme im Universitäts- und Wissenschaftsbereich zu stärken und sichtbar zu machen. Auch an den Universitäten der neuen Bundesländer gibt es exzellente Forschungsbereiche, es fehlt hier jedoch vielfach die kritische Masse, um im Wettbewerb mit den über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen in den alten Ländern konkurrieren zu können. „Die mit der Exzellenzinitiative einhergehende Differenzierung in der Wissenschafts- und Forschungslandschaft an den deutschen Hochschulen darf durch ihre Dynamik nicht dazu führen, diese strukturellen Unterschiede zu verfestigen und die neuen Länder von der Spitze der Forschung abzukoppeln“, so Olbertz.

Mit der Ende 2004 in Sachsen-Anhalt gestarteten Exzellenzinitiative des Landes wurden die Grundlagen geschaffen, um die Forschungspotenziale in ausgewählten Schwerpunkten stärker zu vernetzen und zu profilieren. Die begonnene Entwicklung müsse konsequent fortgesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit und internationale Sichtbarkeit der Forschung in Sachsen-Anhalt zu erhöhen. Die Landesregierung werde deshalb die Exzellenzförderung in den kommenden Jahren verstetigen.

„Die erfolgreichen Forschungscluster bzw. Graduiertenschulen möchte ich beglückwünschen, nicht nur wegen ihres erfolgreichen Schrittes in dem Verfahren, sondern auch weil sie künftig eine beispielgebende und ermutigende Rolle für den Aufbau hochleistungsfähiger Forschungsnetzwerke in den Ländern spielen können“, sagte Kultusminister Prof. Dr. Olbertz, B-Länderkoordinator für die Wissenschaftspolitik in der Kultusministerkonferenz. „In der Tendenz hat sich jedoch erneut gezeigt, wie wichtig es ist, die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern künftig durch Begleitprogramme zur Infrastrukturförderung zu ergänzen, um insbesondere die Strukturschwächen in der Wissenschafts- bzw. Hochschullandschaft einzelner Länder zu überwinden“,

Ziel müsse es sein, auch die Universitäten der neuen Länder in ausgewählten Forschungsfeldern an die internationale Spitze heranzuführen. Trotz enormen Kraftanstrengungen gerade in den Neuen Ländern gebe es hier noch immer gravierende strukturelle Disparitäten, die auch die unterschiedliche Wirtschaftskraft der einzelnen Länder bzw. Regionen widerspiegelten.


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