"Es ist eng": Deutsches Studentenwerk fordert zusätzliche Wohnheimplätze
Das Deutsche Studentenwerk sieht zum Beginn des Wintersemesters 2011/2012 die Studierenden in vielen Hochschul-Städten in einer schwierigen Lage bei der Suche nach einer bezahlbaren Bleibe. Viele der 58 Studentenwerke, die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisiert sind, melden angesichts der Rekordzahl von Erstsemestern, die erwartet werden, eine hohe Nachfrage nach einem Wohnheimplatz und teilweise lange Wartelisten.
19.10.2011 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk"Für viele klassische Hochschulstädte vor allem im Süden des Landes, für Bayern, Baden-Württemberg, aber auch in anderen Regionen und für Ballungsgebiete und Großstädte wie Frankfurt am Main, München, Köln, Hamburg oder selbst Berlin gilt: Es ist eng", sagt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.
So sehr er die missliche Lage vieler Studierender bedaure, so sehr fühle er sich in der Forderung an Bund und Länder bestätigt, die Hochschulpakte mit Investitionen in die soziale Infrastruktur des Studiums zu flankieren, betont Meyer auf der Heyde. "Wir als Deutsches Studentenwerk haben wiederholt Bund und Länder auf das drohende Problem hingewiesen, dass Studierende nicht nur einen Studienplatz, sondern auch ein Dach über den Kopf benötigen. Das geht nur über zusätzliche Wohnheimplätze", so Meyer auf der Heyde.
Nötig seien aus Sicht des Deutschen Studentenwerks 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze. "Das Studierenden-Hoch der kommenden Jahre muss einhergehen mit einer Stärkung der sozialen Infrastruktur", ist Meyer auf der Heyde überzeugt.
Laut einer neuen DSW-Publikation sind derzeit mehr als 9.000 Wohnplätze für Studierende in Bau oder in Planung, jeweils fast 3.000 in Baden-Württemberg und Bayern sowie etwas mehr als 1.000 in Hessen. In Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg sind mehrere Hundert Plätze geplant.
Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 225.000 öffentlich geförderte Wohnplätze für Studierende, davon sind rund 181.000 in der Trägerschaft der 58 Studentenwerke.
Etwa 12 % der Studierenden leben derzeit im Wohnheim, es ist mit durchschnittlich 208 Euro im Monat, einschließlich aller Nebenkosten, die preisgünstigste Wohnform für Studierende außerhalb des Elternhauses.
"Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2011" zum Download (26 Seiten): www.studentenwerke.de/pdf/Wohnraumstatistik_2011.pdf
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