Experten diskutieren auf "education quality forum" über den Weg der Hochschulen ins digitale Zeitalter

NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft hat heute (17.11.04) das zweite "education quality forum" im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen eröffnet. Das Forum widmet sich dem Thema "Hochschulen im digitalen Zeitalter: Innovationspotenziale und Strukturwandel". Rund 500 Wissenschaftler und Praktiker diskutieren an zwei Tagen die Auswirkungen der digitalen Medien und Technologien auf die Hochschulen.

17.11.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Der radikale Fortschritt im Bereich der digitalen Medien wird den Alltag an den Hochschulen auf einem globalisierten Bildungsmarkt enorm verändern", sagte Kraft voraus. Um international konkurrenzfähig zu bleiben, müssten digitale Medien in allen Bereichen breit und effektiv eingesetzt werden. "Die Hochschulen, die auf diesen Veränderungsprozess frühzeitig und einfallsreich reagieren, werden die Gewinner sein." Es gehe dabei weniger um immer neue Hard- und Software, sondern vielmehr darum, vorhandene Ressourcen neu zu organisieren. Längst keine Zukunftsmusik mehr seien Projekte wie ein integriertes Informationssystem, das verschiedene Dienste von der Vorlesungsplanung über das "Virtuelle Zentrale Prüfungsamt" bis zum Alumni-Portal ermöglicht. "Mit dem 'education quality forum' stellt sich NRW den Herausforderungen der digitalen Medien. Wir schaffen eine Brücke zwischen den Visionen der digitalen Wissensgesellschaft und der Praxis an den Hochschulen", sagte Kraft.

Veranstaltet wird das "education quality forum 2004" vom Centrum für eCompetence in Hochschulen NRW (CeC) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Projekt Ruhr GmbH. Das Land NRW unterstützt das CeC, eine Multimedia-Beratungsagentur der Hochschulen, mit 250.000 Euro an Sachmitteln und vier Personalstellen.

Wie verändert eLearning die Hochschulen? Mit welchen Strategien können sich Hochschulen im Strukturwandel erfolgreich positionieren? Welche Anforderungen stellen sich an die zentralen Service-Einrichtungen? Wie muss virtuelle Lehre positioniert werden? Wie lässt sich Qualität sichern? "Das education quality forum beschäftigt sich mit genau diesen Fragen der Hochschulen auf dem Weg ins digitale Zeitalter", sagte Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für eCompetence in Hochschulen NRW (CeC). "Auf diesem Weg bieten sich viele Innovationspotenziale, die erkannt und genutzt werden müssen. Aber dieser Weg erfordert auch Entscheidungen und strukturelle Anpassungen, die die Hochschulen mittragen müssen."

In thematischen Foren - wie z.B. Neupositionierung der Lehre, Reorganisation von zentralen Serviceeinrichtungen, Neue Gebäude für neues Lernen - stellen sich international renommierte Experten den Herausforderungen und den Fragen, die durch den Einsatz moderner Technologien in den Hochschulen auftreten. Professor Dr. Walter Zimmerli, Präsident der Volkswagen AutoUni, stellt in seinem Vortrag die Frage "Virtuelles Lernen - Widerspruch oder Tautologie?" und sieht lebensbegleitendes Lernen als eine wichtige Aufgabe der tertiären Bildung. Professor Dr. Thomas Hoeren, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster, befasst sich in seinem Vortrag mit aktuellen Entwicklungen im Internetrecht für Hochschulen.

Parallel dazu finden zwei Wirtschaftsforen der Projekt Ruhr GmbH statt. "Mit der Verzahnung von Bildungswirtschaft und Hochschulen im eLearning Netzwerk Ruhr fördern wir gezielt die Positionierung und Profilierung der Metropolregion Ruhr und des Landes NRW im Kompetenzfeld IT/Bildungswirtschaft", so Hanns-Ludwig Brauser, Geschäftsführer der Projekt Ruhr GmbH.

Der "Digitale Campus", die begleitende Ausstellung, ergänzt die Vorträge des "education quality forums" um Projekte zum Anfassen. An konkreten Beispielen wie multimedialen Kursmaterialien oder der der virtuellen Rückmeldung über das Internet wird deutlich, wie die digitalen Medien und Technologien den Hochschulalltag verändern, strukturieren und auch neu gestalten. Hochschulen und Initiativen, die Projekt Ruhr GmbH und ihre Partner sowie Unternehmen präsentieren hier ihre Ideen und Innovationen.


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