Exzellenz in Berlin – eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe

Wissenschaftssenator Zöllner in Beratung mit den drei Universitätspräsidenten Das positive öffentliche Echo auf die Vorstellung des Masterplans "Wissen schafft" Berlins Zukunft war für Wissenschaftssenator Zöllner Anlass sich mit den drei Universitätspräsidenten Anlass zu einem Meinungsaustausch zu treffen.

28.06.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit fand am 27.6.2007 ein weiteres Gespräch des Senators mit den drei Universitätspräsidenten über den Masterplan "Wissen schafft" Berlins Zukunft statt. Dabei machte der Senator nochmals deutlich, dass Berlin über Exzellenzpotentiale in den Universitäten und den außeruniversitären Forschungsinstituten verfügt, die zusammen durchaus mit einer amerikanischen Spitzenuniversität vergleichbar sind. Es ist deshalb eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe des Landes mit den Universitäten diese Exzellenzbereiche, die die Potentiale der außeruniversitären Forschungseinrichtungen umfassen müsse, gebündelt erkennbar und handlungsfähig zu machen.

Wie schon in der Pressekonferenz vom 25.6.2007 von Regierendem Bürgermeister und Senator Zöllner betont, kann eine konkrete Ausgestaltung über das "Wie" erst Ende des Jahres erfolgen, da jeder Lösungsvorschlag auf den Ergebnissen des Exzellenzwettbewerbs aufbauen muss. Mit den im Masterplan enthaltenen massiven finanziellen Unterstützungen von Exzellenzbereichen belegt der Senator die rückhaltlose Unterstützung der Anträge aller drei Universitäten in allen drei Förderlinien und erfüllt darüber hinaus die wichtige Erwartung der Gutachter, die die nachhaltige Wirkung einer - hoffentlich positiven - Entscheidung sowohl in finanzieller als auch in struktureller Hinsicht konkret gesichert sehen möchten.

Bei einer gemeinsamen Einrichtung kann es nach übereinstimmender Auffassung des Senators und der drei Universitätspräsidenten nicht darum gehen, solche oder andere Exzellenzbereiche aus den Universitäten oder auch den außeruniversitären Forschungseinrichtungen herauszulösen. Vielmehr wird es darauf ankommen eine Organisationsform zu finden, in der exzellente Bereiche für die Profilbildung der beteiligten Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen erhalten bleiben, sie gleichzeitig jedoch auch als Gesamtheit identifizierbar und handlungsfähig sind, was dazu führen würde, dass für den Wissenschaftsstandort Berlin das Ganze mehr ist als die Summe der Teile.

Dafür gibt es in der Deutschland bisher noch keine 1:1 übertragbaren Vorbilder, die übernommen werden könnten; vielmehr muss eine innovative Lösung mit mehreren Universitäten und mehreren außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefunden werden. In diesem Zusammenhang bekräftigte Senator Zöllner die zentrale Bedeutung des alleinigen Promotionsrechts für die Stellung der Universitäten, das nicht aufgegeben werden soll.

Der Senator betonte, dass man am Beginn eines Beratungsprozesses stehe, der von ihm mit allen Beteiligten vertrauensvoll geführt werde. Es gehe darum, für den Standort Berlin eine Lösung zu finden, die die Trennung des deutschen Wissenschaftssystems in unterschiedliche Säulen punktuell überwindet ohne das Wissenschaftssystem insgesamt in Frage zu stellen.

Die Vorstellungen der Universitäten zur Weiterentwicklung des Berliner Wissenschaftssystems seien für die Wissenschaftspolitik des Landes von zentraler Bedeutung. Ein weiterer Qualitätssprung könne nur gelingen, wenn auch die Interessen der anderen Wissenschaftspartner in die Beratungen einbezogen werden. Nachdem die Debatte der Vergangenheit über eine "University of Berlin" vom Tisch sei, sollte der notwendige differenzierte Beratungsprozess nicht durch plakative Lösungsvorschläge erschwert werden.


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