Fast 10 Prozent mehr Studienanfänger in Bayern

Im Wintersemester 2009/2010 waren nach vorläufigen Ergebnissen an den Universitäten und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern rund 274 200 Studierende immatrikuliert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhöhte sich die Zahl der Studienanfänger (Studierende im 1. Hochschulsemester) gegenüber dem Wintersemester 2008/09 um 9,7 Prozent. Dabei haben wieder mehr Frauen als Männer ein Studium aufgenommen; zuletzt war dies im Wintersemester 2002/03 der Fall.

09.12.2009 Pressemeldung

Im Wintersemester 2009/10 waren an den bayerischen Hochschulen rund 274 200 Studierende eingeschrieben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, lag nach den vorläufigen Meldungen der Hochschulen die Zahl der Studentinnen und Studenten damit um 5,9 Prozent über der im Wintersemester 2008/09 (358 800). Zur Jahrtausendwende (Wintersemester 1999/2000) studierten erst rund 210 800 junge Menschen an Bayerns Hochschulen. Dieser starke Zuwachs von rund 30 Prozent wurde vor allem von den Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften getragen, deren Studierendenzahl deutlich stärker als die der Universitäten zunahm (+61 Prozent gegenüber 20 Prozent).

Fast 55 700 junge Menschen haben im aktuellen Wintersemester an bayerischen Hochschulen erstmals ein Hochschulstudium aufgenommen. Das waren 9,7 Prozent mehr als im vorhergehenden Wintersemester. Dabei verzeichneten die Fachhochschulen bei den Studienanfängern (+13,2 Prozent) im Vergleich zu den Universitäten (+8,2 Prozent) erneut einen stärkeren Zuwachs. Überdurchschnittlich stark stiegen dabei die Zahlen an den Universitäten Würzburg (-19,8 Prozent), Augsburg (+17,4 Prozent) und Erlangen-Nürnberg (+16,8 Prozent) an. Bei den Hochschulen für angewandte Wissenschaften wiesen die Fachhochschulen Regensburg (+25,1 Prozent), Weihenstephan (23,8 Prozent) und Ingolstadt (22,9 Prozent) die stärksten Zuwachsraten auf.

Fast 28 000 der Studienanfänger waren Frauen. Damit stellten diese erstmals wieder seit dem Wintersemester 2002/2003 etwas mehr als die Hälfte aller Studienanfänger (50,2 Prozent). An Universitäten - hier schreiben sich seit langem schon im Wintersemester mehr Frauen als Männer ein - betrug die Studienanfängerinnenquote 56,0 Prozent. An den bayerischen Fachhochschulen waren es 40,4 Prozent. Das war die höchste Quote seit dem Wintersemester 1998/99.


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