Forstbotanischer Garten der Fachhochschule Eberswalde gewinnt Schmuckstück zurück: Wanka eröffnet Wurzelkeller

Der Forstbotanische Garten der Fachhochschule Eberswalde erhält ein Markenzeichen zurück: Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnete am Donnerstag den wieder hergestellten Wurzelkeller.

02.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

"Mit der Sanierung des Wurzelkellers im Forstbotanischen Garten ist ein bundesweit einzigartiges unterirdisches Wurzellabor entstanden. Mit Hilfe der neuen technischen Ausstattung des Wurzelkellers ist es nun möglich, neben der visuellen Erfassung von Pflanzenwurzeln auch Informationen über Stoffflüsse und den Wasserhaushalt zu erhalten. Durch die Einbeziehung dieser Faktoren in die komplexe interdisziplinäre Klimafolgenforschung leistet die FH Eberswalde einen wertvollen Forschungsbeitrag, aber auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Gestaltung unserer natürlichen Umwelt", so die Ministerin.

Der 1939 im Forstbotanischen Garten errichtete Wurzelkeller war der europaweit erste seiner Art und ist auch heute noch die einzige derartige Versuchsanlage bundesweit. Die Anlage mit ihren unterirdischen Wachstumskabinen dient umfassenden Forschungen zur Gehölzphysiologie. Wegen des desolaten baulichen Zustandes wurde die Versuchsanlage im Jahre 2000 stillgelegt. Die Kosten für die Sanierung des Wurzelkellers in Höhe von 225.000 Euro wurden je zur Hälfte von Bund und Land aufgebracht.

Der Forstbotanische Garten, in dem sich der Wurzelkeller befindet, wurde 1830 mit der Verlagerung der damaligen Königlichen Preußischen Höheren Forstanstalt nach Eberswalde gegründet und als Lehrgarten eingerichtet. Er verfügt über mehr als 1.200 Gehölzsippen aus aller Welt. Die Anlage zählt zu den ältesten botanischen Gärten Europas und erfüllt neben Forschung und Lehre eine wichtige Funktion für den Naturschutz und die Öffentlichkeit.

Lehre und Forschung an der FH Eberswalde sind auf die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einschließlich der Holzwirtschaft, die agrarische Landnutzung, den Tourismus sowie auf die nachhaltige Nutzung der Gewässer ausgerichtet.


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