Frauenförderung, Forschungsförderung, Internationalisierung

Das Wissenschaftsministerium und die Universitäten Bayerns legen gemeinsam drei neue Förderprogramme auf. Wie Wissenschaftsminister Thomas Goppel und der Vorsitzende von Universität Bayern e.V. Professor Dr. Alf Zimmer am Dienstag in München mitteilten, haben die Programme die gezielte Frauenförderung, die Förderung von vernetzter Forschung und die weitere Internationalisierung der Universitäten zum Ziel. Die Programme mit einem Fördervolumen von insgesamt 3 Mio. Euro werden aus Mitteln des sog. Innovationsfonds finanziert. Dieser Fonds ist Bestandteil des seit 2005 laufenden Innovationsbündnisses und dient den Universitäten als Drehscheibe für Stellenumschichtungen und zur Gestaltung und Umsetzung des gemeinsamen Optimierungsprozesses.

27.05.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Wissenschaftsminister Thomas Goppel bezeichnete die neuen Förderprogramme als "Paradebeispiel des partnerschaftlichen Umgangs zwischen den Universitäten und dem Ministerium". Sie seien zugleich ein Beweis dafür, dass neue Spielräume für innovative Maßnahmen aus dem vorhandenen Ressourcenbestand eröffnet werden können, so der Minister weiter. Professor Dr. Alf Zimmer betonte: "Der gemeinsame Kraftakt aller bayerischen Universitäten, gleichzeitig strukturelle Profilierungsmaßnahmen durchzuführen und Synergieeffekte für innovative Programme zu realisieren, zeigt, welches Potenzial autonome Universitäten im Verbund darstellen."

Das Frauenförderprogramm beinhaltet die finanzielle Unterstützung der Berufungen von Frauen auf Professuren. Mit 15.000 Euro sollen neu berufene Professorinnen in geistes-, sozial- und rechtswissenschaftlichen Fächern, mit 30.000 Euro in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern unterstützt werden. Pro Hochschule stehen bis zu 300.000 Euro zur Verfügung; die Antragsverfahren laufen über Universität Bayern e.V.

Das Forschungsantragsprogramm zielt auf Forschungsvorhaben ab, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an mehreren Standorten durchführen, insbesondere standortübergreifende Graduiertenkollegs in sog. "Kleinen Fächern". Die Förderung kommt potenziellen Antragstellern in der Phase der Antragstellung zugute, und zwar in der Anfangsphase (Projektskizze) mit 3.000 Euro pro Antrag. Die Mittel können im Einzelfall auf bis zu 25.000 Euro in der abschließenden Phase aufgestockt werden.

Mit 80.000 Euro wollen die Universitäten und das Ministerium für die Jahre 2008 bis 2010 das vom DAAD geförderte Projekt "Betreuungsinitiative Deutsche Auslands- und PartnerSchulen (BIDS)" bezuschussen, damit das von den bayerischen Universitäten gemeinsam erarbeitete, in einem bundesweiten Wettbewerb des DAAD erfolgreich hervorgegangene Konzept auch umgesetzt werden kann. Für die Internationalisierungsbemühungen ist das Konzept von besonderer Bedeutung, weil es die frühzeitige Kontaktaufnahme mit besonders motivierten künftigen Studierenden ermöglicht.


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