Geschäftsordnung ohne männliche Formen
(red/pm) Nachdem bereits der [Senat der Uni Leipzig](http://bildungsklick.de/a/88070/die-professorin-ist-auch-ein-mann/) beschlossen hatte, in seiner Grundordnung auf die Verwendung männlicher Berufsbezeichnungen zu verzichten, hat auch der Senat der Uni Potsdam für seine neue Geschäftsordnung einen ähnlichen Beschluss gefasst.
05.07.2013 ArtikelHauptziel der Aktualisierung sei gewesen, so die Universität in einer Pressemitteilung, die Lesbarkeit ohne Hinzuziehung weiterer Papiere zu ermöglichen. Ebenfalls zur besseren Lesbarkeit würden die Funktionen wie üblich einheitlich bezeichnet, wobei hier allerdings erstmals die weibliche Form gewählt worden sei. "Dies sollte vor dem Hintergrund der Geschlechterverhältnisse an deutschen Hochschulen allerdings kaum verwundern", heißt es wörtlich.
Diese schriftliche Variante einer geschlechtergerechten Sprache habe allerdings keine Auswirkungen auf die konkrete schriftliche und mündliche Bezeichnung und Anrede. Sie habe ebenso keine Verbindlichkeit für andere Schriftstücke, Satzungen und Geschäftsordnungen an der Universität Potsdam.
Presseberichten, denen zufolge hat sich die Universität Potsdam entschieden habe, künftig auf eine geschlechteradäquate Anrede und Funktionsbezeichnung ihrer Mitglieder zu verzichten, widersprach die Hochschule. Auch im nächsten Semester werde es Professoren und Professorinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, einen Präsidenten und einen Vorsitzenden des Senats der Universität geben.
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