Girls Day 2005

Die Attraktivität von natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen für junge Frauen hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel anlässlich des morgen stattfindenden "Girls Day 2005" am Mittwoch in München betont.

27.04.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Minister hob hervor, dass es eine gemeinsame Aufgabe von Hochschulen und Politik sei, junge Frauen gezielt für Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften zu interessieren und zu ermuntern. Diese Fächer würden von Frauen noch immer viel zu selten gewählt. Goppel: "Unser Land kann es sich nicht leisten, das Potenzial an technisch begabten und interessierten jungen Frauen nicht auszuschöpfen." Die Wirtschaft brauche ingenieur- und naturwissenschaftlichen Nachwuchs. "Natur- und Ingenieurwissenschaften sind nicht reine Männersache", sagte der Minister.

Der Anteil von Studentinnen bei den Natur- und Ingenieurwissenschaften an Bayerns Hochschulen unterscheidet sich stark von Fach zu Fach. Während beispielsweise in der Chemie oder der Mathematik der Frauenanteil rund 44 Prozent beträgt, beläuft er sich bei der Elektrotechnik nur auf rund 8 Prozent. Insgesamt fällt auf, dass sich der Anteil an Frauen, die sich für ein natur- bzw. ingenieurwissenschaftliches Studium entscheiden, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist: So betrug beispielsweise der Frauenanteil in der Informatik im Wintersemester 1996/1997 10,7 Prozent und steigerte sich auf nunmehr 16,4 Prozent (Sommersemester 2004); im Maschinenbau ist eine Steigerung von 8,8 Prozent (Wintersemester 1996/1997) auf 13,4 Prozent (Sommersemester 2004) und in der Physik von 10,2 Prozent (Wintersemester 1996/1997) auf 15,2 Prozent (Sommersemester 2004) zu verzeichnen.

Am 28. April findet zum 5. Mal der "Girls Day" statt, an dem für Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 Labors, Büros und Werkstätten geöffnet sind. In Bayern finden über 1000 Veranstaltungen statt, die junge Frauen dazu ermuntern sollen, sich über Berufsfelder zu informieren, die sie sonst eventuell nicht ins Auge fassen würden. An der Aktion beteiligen sich auch bayerische Hochschulen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden