Gute Perspektiven für studentisches Wohnen in Gießen
Mit dem Kauf der Wohnanlage Leihgesterner Weg 124-134 und dem geplanten Erwerb des früher von der Universität Gießen genutzten Nachbargrundstücks hat das Studentenwerk Gießen eine einmalige Gelegenheit genutzt, um sein Angebot an adäquaten studentischen Wohnflächen in der Stadt zu optimieren. Das hob der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz heute bei einem Ortstermin in Gießen hervor. Für den Studienerfolg seien nicht allein die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre wichtig, sondern auch das Wohnen sei eine wesentliche Komponente.
28.10.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstRalf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen, wies auf die Bedeutung einer langfristigen Sicherung preisgünstigen Wohnraums für Studierende in Gießen hin. Der Vision einer Studentenwohnstadt in direkter Nähe zum derzeit entstehenden Campus Lebenswissenschaften sei man nun einen großen Schritt näher gekommen. Insgesamt 1.200 Wohnheimplätze könne das Studentenwerk so in Zukunft zur Verfügung stellen.
Im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA, das bis 2020 Investitionen von drei Milliarden Euro für die hessischen Hochschulen vorsieht, wird für die Universität Gießen in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Wohnanlage am Leihgesterner Weg der Campus Lebenswissenschaften entwickelt. Der Grundstückskauf bietet dem Studentenwerk die Möglichkeit, zu den dort in der Wohnanlage Unterhof bereits bestehenden rund 780 Wohnheimplätzen 240 in den eigenen Bestand zu übernehmen und auf dem Nachbargrundstück weitere 100 neue Wohnheimplätze zu schaffen. Der Staatssekretär erinnerte daran, dass die Landesregierung mit der Novellierung des Studentenwerksgesetzes 2006 den Studentenwerken eine größere Autonomie eingeräumt habe. Günstige Kommunalkreditkonditionen hätten seither zu einer aktiven Umsetzung dieser Verantwortung in konkrete Projekte durch die hessischen Studentenwerke geführt. An nahezu allen Hochschulstandorten entstehen neue Wohnanlagen oder werden alte Wohnanlagen saniert und umgebaut, sagte Prof. Dr. Lorz.
1998 hätten die Investitionen im Hochschulbau den Tiefstand von etwa 65,5 Millionen Euro verzeichnet, so der Staatssekretär. Die aktuelle Steigerung im Rahmen von HEUREKA auf rund 250 Millionen Euro jährlich bedeute eine gewaltige Kraftanstrengung: Sie ist jedoch notwendig, um den teilweise maroden Baubestand unserer Hochschulen den modernen Anforderungen an Forschung und Lehre anzupassen. Für unsere Hochschulen ist Planungssicherheit unerlässlich, damit sie ihre Chancen im nationalen und internationalen Wettbewerb um Studierende, Wissenschaftler und Drittmittel für Forschung und Entwicklung nutzen und wahren können.
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