Härtel: Gleichberechtigung von Frau und Mann weiter voran bringen

Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist für Roland Härtel, Staatssekretär für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, eine der zentralen Verpflichtungen der Gegenwart. "Nach wie vor gehört Gender Mainstreaming zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Obwohl wir bereits viel erreicht haben, müssen wir auch weiter verstärkt dafür Sorge tragen, dass die Chancen von Frauen in Beruf und Gesellschaft verbessert werden und die Gleichstellung von Frauen und Männern weiter verwirklicht wird", sagte er bei der Eröffnung der Ausstellung "Eva und Adam" in der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern.

22.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Die Disziplin der Frauen- und Genderforschung habe durch ihre wissenschaftlichen Untersuchungen entscheidend zur Bewusstseinsbildung in Politik und Wirtschaft, in Wissenschaft und Forschung beigetragen, führte Härtel aus. Gender Mainstreaming bedeute, alle politischen Maßnahmen, Strukturen in Politik, Verwaltung und Unternehmen, aber auch Programme, Gesetze und sonstige Regelungen daraufhin zu überprüfen, wie sie sich auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann auswirkten. Falls erforderlich, seien sie so zu modifizieren, dass sie den Belangen sowohl von Frauen als auch von Männern gerecht würden und dazu beitrügen, bisherige Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zu beseitigen.

Anliegen der Landesregierung sei es, das Renommee dieses zukunftsweisenden Forschungsbereichs weiter zu stärken. Gerade im Hochschulbereich gebe es viele positive Entwicklungen in der Frauenförderung und Genderforschung, sagte Härtel und verwies unter anderem auf die interdisziplinären Arbeitskreise und regelmäßig stattfindenden Fachtagungen. Besonders wichtig sei auch die internationale und interdisziplinäre Gastprofessur Frauen- und Genderforschung. Diese von der Landesregierung geförderte Professur werde seit dem Wintersemester 2001/2002 jeweils semesterweise mit einer international bekannten und renommierten Forscherin besetzt und rotiere zwischen den Universitäten.

Weitere unverzichtbare Instrumente seien unter anderem Wiedereinstiegsstipendien und das gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend finanzierte Ada-Lovelace-Mentorinnen-Projekt, das zum Ziel habe, mehr Mädchen und junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge und gewerblich-technische Zukunftsberufe zu gewinnen.

Eine wichtige Querschnittsaufgabe für den Bereich Frauenförderung in der Wissenschaft übernehme der Arbeitskreis "Frauenförderung und Frauenforschung", der den Minister berate.


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