Hamburger Lehrpreis erstmalig verliehen
Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung hat Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach heute die Gewinner des Hamburger Lehrpreises bekannt gegeben. 12 Einzelpreise für im Jahre 2008 erbrachte herausragende Leistungen an den staatlichen Hamburger Hochschulen wurden verliehen. Ausgezeichnet wurden innovative Lehrleistungen oder Lehrvorträge an den sechs Fakultäten der Universität Hamburg, an drei Fakultäten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie an den fakultätslosen Hochschulen HafenCity Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg-Harburg und Hochschule für bildende Künste Hamburg.
09.07.2009 Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgDie Einzelpreise sind mit je 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld steht den Preisträgerinnen und Preisträgern zum persönlichen Gebrauch zur Verfügung. Eine echte und nicht bloß symbolische Honorierung von guter Lehre soll dadurch gewährleistet werden. Der Hamburger Lehrpreis ist 2009 zum ersten Mal vergeben worden.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Hamburger Lehrpreises 2009 sowie eine kurze Begründung für ihre Auswahl sind in der Anlage aufgeführt.
Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: "Die Qualität der Lehre zu steigern ist eine der zentralen wissenschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart. Qualität in der Lehre ist allerdings kein "Selbstgänger". Gute Lehre ist das Produkt eines hohen persönlichen, oft jahrelangen Engagements, das bisher nicht ausreichend gewürdigt wurde. Mit der Verleihung des Hamburger Lehrpreises wollen wir ein deutliches Zeichen setzen und hervorragender Lehre Wertschätzung und Anerkennung entgegen bringen. Gute Lehre ist eine Dauerverpflichtung für jede Hochschule, die im Wettbewerb um Exzellenz und die klügsten Köpfe im Land bestehen will.
Die Entscheidung ist der Jury nicht leicht gefallen. Beeindruckend war, mit welchem Engagement die Studierenden und die Auswahlgremien der Hochschulen in den vorgelegten Begründungen argumentiert haben. Schon dies ist ein erster Erfolg des Lehrpreises: Der Austausch darüber, was gute Lehre ist und wie ihre Qualität gesteigert werden kann. Ich gratuliere allen Gewinnern sehr herzlich! Ihr großes Engagement steht für innovative und begeisternde Vermittlung von Lehrinhalten. Dafür danke ich Ihnen."
Die Idee zur Einrichtung eines Hamburger Lehrpreises geht zurück auf ein Bürgerschaftliches Ersuchen. Der Lehrpreis wird in 14 Einzelpreisen pro Hochschule bzw. Fakultät vergeben und ist mit je 10.000 Euro dotiert. Das Verfahren musste – im ersten Jahr der Vergabe – unter einigem Zeitdruck an den Hochschulen installiert werden. Aus unterschiedlichen Gründen konnten statt der vorgesehenen 14 Lehrpreise nur 12 vergeben werden.
Vorschlagsberechtigt waren die Studierenden der staatlichen Hamburger Hochschulen. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden hat zunächst die Nominierungsvorschläge bewertet. Die beiden erstplatzierten Vorschläge wurden dann an ein hochschulübergreifendes Preisgericht unter dem Vorsitz der Wissenschaftssenatorin weitergeleitet, welches schließlich die Entscheidung über die Vergabe der Einzelpreise getroffen hat. Externe Mitglieder der Jury waren Prof. Klaus Landfried (Heidelberg), Prof. Ludwig Huber (Bielefeld), Prof. Johannes Wildt (Dortmund) und PD Dr. Sigrid Harendza (Hamburg).
Der Vergabe des Lehrpreises liegen feste Kriterien zugrunde. Sie werden individuell je Hochschule gewichtet: Fachliche und didaktische Qualität der Lehre, innovative Lehrmethoden und -materialien, Qualitätssicherung, Reflexion von Gender-Aspekten, Motivation der Studierenden, Learning-Outcome-Orientierung, Wissenstransfer, Interdisziplinarität, Praxisbezug sowie Internationalität und Interkulturalität.
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