High-Tech-Kufen für Olympia 2006

Eine Zusammenarbeit der besonderen Art lässt Bayerns Bob- und Rodelsportler künftig bei internationalen Wettbewerben noch reibungsloser durch den Eiskanal jagen: Um das ideale Material für Bobkufen zu entwickeln, haben sich für das Projekt BOBMAT der Bayerische Bob- und Schlittenverband, die Technische Universität München und der Landkreis Berchtesgadener Land zusammengeschlossen.

27.10.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Ergebnis dieser Kooperation sind hoch spezialisierte, leistungsstarke Kufen, die Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Mittwoch zusammen mit den Projektpartnern in Schönau am Königssee offiziell vorgestellt hat. Goppel: "Gemeinsam möchten wir den bayerischen Spitzensportlern bei der Winterolympiade 2006 in Turin mit neuen High-Tech-Materialien noch schnellere Fahrten im Eiskanal ermöglichen." Die Forschungen, die im Jahr 2002 begonnen haben, zeigen beachtliche Erfolge. Der Kufensatz fuhr gleich bei seinem ersten Einsatz auf der Bobbahn am Königssee Bahnrekord - und das als Spurbob.

Auf der Seite der Technischen Universität München liegt das Projekt BOBMAT federführend in den Händen des Zentralinstituts für Medizintechnik (ZIMT). Das Engagement eines medizintechnischen Instituts für den Bobsport hat seinen Grund in der Gemeinsamkeit von schnellen Kufen und künstlichen Gelenken: Beide müssen so konstruiert sein, dass möglichst wenig Reibung entsteht. Im Zentralinstitut für Medizintechnik können Kombinationen von Eis- und Lufttemperaturen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten simuliert und auf diese Weise optimale Materialien und Formen für Bob-Kufen entwickelt werden.


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