Sachsen-Anhalt

Hochschulmedizin in Sachsen-Anhalt muss öffentlich bleiben

"Ob Prüfauftrag oder nicht ?, allein der politische Wille, die Klinika der beiden Universitäten privatisieren zu wollen, ist der Skandal", sagte der Chef der Bildungsgewerkschaft, Thomas Lippmann, zu dem Privatisierungsvorhaben der Landesregierung gegenüber den Uniklinika in Halle und Magdeburg.

14.06.2011 Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Bisher gibt es keinerlei Beweise dafür, dass private Uniklinika ideelle oder materielle Gewinne für die Länder bringen, dafür aber viele Risiken und negative Nebenwirkungen für die Beschäftigten. Nur Aktionäre reiben sich später die Hände", fügte er hinzu.

Die GEW macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die jetzigen "schwarzen Zahlen" der Uni-Klinika in Halle und Magdeburg zu großen Teilen auf Kosten des nichtärztlichen Personals erwirtschaftet wurden.

Für völlig inakzeptabel hält sie jedoch den Schaden, der für die Einheit von Forschung, Lehre und medizinischer Versorgung und die Wissenschaftsfreiheit auf das Land zukomme.

Wenn es stimme, dass der Anstoß für diese Aktion wieder aus dem sozialdemokratisch regierten Finanzministerium komme, werde sich die SPD fragen lassen müssen, ob sie überhaupt noch Prinzipien habe? Bisher sei die GEW davon ausgegangen, dass politischer Anstand in der SPD noch nicht dem Mammon geopfert sei.

Lippmann erklärte, dass die GEW nicht zulassen werde, dass das Hochschulsystem, einschließlich der Hochleistungsmedizin und der Forschung an den Medizinischen Fakultäten, gegen Kommunalfinanzen eingetauscht werden. "Wir lassen unsere kommunalen Kindergärtnerinnen nicht gegen Ärzte, Wissenschaftler, Krankenschwestern und medizinisch-technische Assistenten ausspielen", sagte Lippmann.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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