Hochschulzulassung: Rasche Lösung statt Schuldzuweisungen

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) drängt angesichts des heutigen Krisentreffens im Bundesministerium für Bildung und Forschung alle an der Hochschulzulassung beteiligten Institutionen, sich im Interesse der Studierwilligen rasch auf ein gemeinsames, zügiges Verfahren zu einigen. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat erklärte: "Wenn es den Ländern, den Hochschulen und der Zentralstelle für Studienplatzvergabe Ernst ist damit, mehr junge Menschen für ein Studium zu begeistern, dann sollten sie das Hickhack der vergangenen Wochen sofort einstellen. Wir brauchen jetzt rasch ein transparentes, zentrales, einfaches und zügiges Verfahren für die bundesweite Hochschulzulassung - und keine gegenseitigen Schuldzuweisungen. Darauf haben die Studierwilligen und ihre Eltern einen Anspruch."

09.02.2009 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Dobischat empört sich: "Die Situation ist absurd: Da will ein Land mit vielen guten Gründen mehr Studierende, alle bekräftigen dieses Ziel, und dann stehen die jungen Menschen, die studieren wollen, jahrelang vor einem organisatorischen Chaos. Hier bleiben nicht nur Studienplätze unbesetzt. Hier werden Ressourcen vergeudet, hier wird wertvolle Lebenszeit vergeudet. Damit muss Schluss sein."

Die Situation sei "blamabel" und "peinlich" für den Hochschulstandort Deutschland, sagt Dobischat, der es ausdrücklich begrüßt, dass Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan heute in ihr Haus zu einem Krisentreffen einlädt. "Föderalismus und Hochschulautonomie geraten an deutliche Grenzen, wenn es nicht gelingt, die Studienplatzvergabe ordentlich und zum Wohle der jungen Menschen zu organisieren."


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